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Arnika

Arnika
Bild-Quelle: Aichele/Schwegler, Zahradnik/Cihar, Der große KOSMOS Tier- und Pflanzenführer, 1992, mit Genehmigung des Franck-Kosmos Verlags, Stuttgart

Name:
Arnika
Botanischer Name:
Arnica montana LINNÉ
Umgangssprachlicher Name:
Margarite
Sonstige, umgangssprachliche Namen:
Arnick
Wohlverleih
Wolferley
Wolffelei
Wolfsblume
Wolfsdistel
Bergwurz
Bergwohlverleih
Gemswurz
Kraftwurzel
Bergwegebreit
Leopardenwürger
Bluttrieb
Mönchskappe
Christwurz
Stichkraut
Verfangkraut
Fallkraut
Donnerblume
Engelblume
Kraftwurz
Mitterwurz
Engelkraut
Färberblume
Johannisblume

Beschreibung:
Die 60cm hohe, aromatisch riechende, drüsigbehaarte Arnikapflanze aus der Familie der Korbblütler, besitzt einen einfachen oder wenig verästelten, aufrechten Stengel. Die gestielten, eiförmigen, ganzrandigen 6 - 15cm langen Grundblätter bilden eine eiförmige Rosette und besitzen 5 - 7 unterseits hervortretende Längsnerven. Die sitzenden Stengelblätter sind gegenständig, lanzettförmig und kleiner als die Grundblätter. Die dottergelben, endständigen Blütenköpfe sind 5 - 8 cm breit und stehen einzeln oder zu dritt, seltener zu mehreren. Sie werden von 50 und mehr Röhrenblüten und einer Anzahl von 2 - 3 cm langen Zungenblüten gebildet, die jedoch auch fehlen können. Die Hüllschuppen stehen in 1 - 3 Reihen und sind lanzettförmig zugespitzt. Die 5 mm langen Früchte sind gelblichgrün bis schwärzlich und tragen einen ca. 8 mm langen blaßgelben Pappus.
Blütezeit: Mai bis August
Die Pflanze ist geschützt und darf nicht gesammelt werden!

Vorkommen:
Herkunft: Mittel-, Ost- und Südeuropa
Standort: Bergwiesen, saurer Boden

Wirkung:
Die Droge wirkt bei äußerlicher Anwendung antimikrobiell (bakteriostatisch, fungistatisch) (Bakterien- und Pilzwachstum hemmend), antiphlogistisch (gegen Entzündungen), analgetisch (schmerzstillend) bei Entzündungsschmerzen und bei inneren Blutungen und Exsudaten (entzündliche Absonderungen) resorptionsfördernd.

Nebenwirkung:
Bei innerlicher Anwendung größerer Mengen des Tees sind toxische (giftige) Wirkungen der Sesquiterpenlactone zu erwarten: Schweißausbrüche, Gastro-Enteritis (Magen-Darm-Entzündung), Tachykardie (stark beschleunigte Herztätigkeit), Dispnoe, Kollaps. Von der inneren Anwendung wird deshalb grundsätzlich abgeraten. Bei äußerer Anwendung kann die unverdünnte Tinktur auf der Haut Rötung und ödematöse Ekzeme mit Bläschenbildung hervorrufen. Nach wiederholter Anwendung muß mit einer allergen bedingten Kontaktdermatitis gerechnet werden.

Anwendung:
Anwendungsgebiete:
Äußerlich: Distorsionen (Gelenkzerrungen, -verstauchungen), Prellungen, Quetschungen, Hämatome (Bluterguß, Blutbeule, Ansammlung von Blut außerhalb der Blutbahn in den Weichteilen), rheumatische Gelenkbeschwerden, nicht offene Wunden, entzündete Insektenstiche, Oberflächenphlebitis (oberflächliche Entzündung der Venenwände.)
Dosierung und Art der Anwendung:
Rp. Tinct. Arnicae 40,0 Liqu. Amm. acet.-tataric ad 100,0 M. D. S. 2 Eßlöffel auf 1/4 l Wasser zu Umschlägen.
Als Wundsalbe: Rp. Tinct. Arnicae 5,0 Eucerin c. Aqu. ad. 50.0 M.D.S äußerlich

Besondere Hinweise:
  • Die Pflanze ist geschützt und darf nicht gesammelt werden!
  • Wirkstoff/Droge:
    Die Pflanze enthält in allen Teilen Gerbstoffe. Ihre Blüten bieten Flavon und karotinartige Farbstoffe, Cholin und herzwirksame Substanzen. Dazu kommen entzündungshemmendes ätherisches Öl, Kieselsäure und Inulin.

    Literatur:
  • Bundesanzeiger
  • Inge Lindt "Naturheilkunde" ; Buch und Zeit Verlags GMBH Köln
  • Maurice Mességué "Das Mességué Heilkräuter Lexikon" ; Verlag Fritz Molden
  • "Die besseren Pillen - Band 2" ; Mosaik Verlag
  • Braun, Frohne "Heilpflanzenlexikon", 6.Auflage; Gustav Fischer Verlag
  • Dörfler, Roselt "Unsere Heilpflanzen" ; Frankh Verlag Stuttgart
  • Dieter Podlech "GU-Naturführer - Heilpflanzen" ; Gräfe und Unzer Verlag
  • Präparate:
  • Arnika Salbe S (Kneipp)
  • Arnika Gel (Kneipp)
  • Arnika Spray (Kneipp)
  • Arnika Salbe (Abtei)
  • Arnika Kräuterblüten Handcreme (Apotheker Scheller)
  • Bein-Creme mit Roßkastanien (Zirkulin)
  • Beinlotion (efasit)
  • Vital Pflege-Gel (efasit)

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