Bad Heilbrunner   Forschungsstelle für Gesundheitserziehung Bad Heilbrunner Gesundheitsdatenbank Ihre Servicedatenbank zu den Themenbereichen Selbstmedikation, Heilpflanzen, Gesundheit und Umwelt!
» Startseite   » Selbstmedikationsdatenbank   » Informationen

Informationen zur Selbstmedikationsdatenbank


Entwicklungsteam:

Wissenschaftliche Leitung:
Prof. Dr. Klaus Klein
Programmierung der CD-Version:
Hans Günter Mann, Tim Schlüter, Dieter Krach
Bildaufbereitung:
Dieter Krach
Texterfassung & -aufbereitung:
Meta Queins, Rainer Becker
Internetumsetzung:
Oliver Stosiek
Dieter Krach

Copyright © 1997 - 2001 Forschungsstelle für Gesundheitserziehung, Universität zu Köln


Informationen zur Entwicklung der Datenbank:

Neue Möglichkeiten der Datenverwaltung

Die rasante Entwicklung der Informationstechnologie eröffnet auch neue Wege wissenschaftliche Daten zu sammeln, zu strukturieren und effizienter wieder abrufbar zu machen. Eine solche Möglichkeit der Datenverwaltung ist durch die Verwendung von Datenbanken gegeben.
Die Forschungsstelle für Gesundheitserziehung an der Erziehungswissenschaftlichen Fakultät der Universität zu Köln hat in Zusammenarbeit mit der Bad Heilbrunner Reform-Diät-Arzneivertrieb GmbH eine Datenbank rund um den Themenkomplex Heilpflanzen, Mineralstoffe und Vitamine entwickelt, um auch für dieses wissenschaftliche Teilgebiet ein Informationswerkzeug anbieten zu können. Mit der Entwicklung dieser Selbstmedikationsdatenbank soll interessierten Laien die Möglichkeit gegeben werden, sich selbständig über Heilpflanzen, aber auch Vitamine und Mineralstoffe zu informieren. Die Datenbank ist damit auch zur Unterstützung der Selbstmedikation geeignet.

Datenbanken - eine Alternative zu herkömmlichen Enzyklopädien?

Computer-Datenbanken gibt es mittlerweile zu den unterschiedlichsten Themengebieten. Angefangen von vollständigen Nachschlagewerken bis hin zu speziellen Datenbanken (Kaufkraft-Datenbank, Postleitzahlen-Datenbank) sind die Einsatzmöglichkeiten vielfältig. Man kann Datenbanken privat - häufig auf CD-ROM - oder von einem allgemein zugänglichen Server nutzen. Im letzteren Fall muß die Adresse des Servers bekannt sein. Ob Computer-Datenbanken die Bücher des nächsten Jahrtausends werden bleibt abzuwarten.

Das Projekt "Selbstmedikationsdatenbank"

Das Projekt der Entwicklung einer Selbstmedikationsdatenbank wurde am 1 April 1995 gestartet und hat eine Laufzeit von zwölf Monaten. Primäres Ziel bei der Entwicklung dieser Datenbank war der Aufbau eines Informationswerkzeuges, daß auch dem "gebildeten Laien" neue Möglichkeiten der Selbstmedikation bieten soll. Das Team besteht aus einem wissenschaftlichen Betreuer, drei Programmierern, einem Computerfachmann für die Bildaufbereitung und zwei Schreibkräften für die Dateneingabe.

Abbildung 1
Abbildung 1

Die Datenbank soll sowohl wissenschaftlichen Ansprüchen genügen als auch allgemein verständlich sein. Der Aufbau der Menüpunkte als auch die gesamte Struktur der Datenbank wurden unter dieser Prämisse entwickelt. Weitere Vorgaben waren eine optische Darstellung der ausgewählten Heilpflanze, der Mineralstoffe oder der Vitamine verschiedene Spezialmenüs (z. B: Anwendungen oder Nebenwirkungen) als auch die Möglichkeit einer beliebigen Erweiterung der Datensätze.

Inhalte der Datenbank

Die Datenbank enthält die laut Umfrage am häufigsten zur Selbstmedikation verwendeten Heilpflanzen. Die aufgeführten Pflanzen sind sämtlichst von der Kommission E des Bundesgesundheitsamtes als Heilpflanzen anerkannt. Die von dieser Kommission erarbeiteten Monographien dienten als Grundlage für die Auswahl der in der Datenbank aufgenommenen Heilpflanzen.
Wie sehen nun die Datenbank-Informationen für jede einzelne Pflanze aus?
Neben einem Bild der ausgewählten Heilpflanze können optisch als Karteikarten (auch "Reiter" genannt) dargestellte Menüs über die verschiedenen Aspekte der Pflanze aufgerufen werden.

Tabelle 1
Tabelle 1

Unter dem Menüpunkt Allgemeines erhält der Benutzer eine Beschreibung mit den morphologischen Auffälligkeiten. Zudem wird aufgeführt, wo die gewählte Pflanze vorkommt und welche anderen umgangssprachlichen Bezeichnungen für sie bekannt sind.
Der Menüpunkt Wirkung/Nebenwirkung nennt stichwortartig die bekannten Wirkungspotentiale sowie etwaige Nebenwirkungen der ausgewählten Heilpflanze. Es wurde dabei besonders darauf geachtet, daß sämtliche Wirkungsweisen auch für interessierte Laien verständlich dargestellt sind.
Unter den Anwendungen werden die verschiedenen Indikationen, die mit der ausgewählten Heilpflanze behandelt werden können, aufgeführt. Zudem werden die Tagesdosis und die Aufbereitungsmöglichkeiten stichwortartig zusammengestellt.
Der Menüpunkt Wirkstoffe ist eher für den vorgebildeten Benutzer gedacht, da hier überwiegend komplexere organische Verbindungen aufgelistet sind. Die hier aufgeführten Wirkstoffe wurden für die ausgewählte Pflanze nachgewiesen und sind in den Monographien der Kommission E des Bundesgesundheitsamtes ebenfalls genannt.

Karteisystem für Heilpflanzen
Abbildung 2

Karteisystem für Vitamine und Mineralstoffe
Abbildung 2
Abbildung 2

Die aufgeführte Literatur gibt dem Benutzer der Datenbank die Möglichkeit, zusätzlich ausgewählte Literaturhinweise über die entsprechende Heilpflanze zu erhalten. Dabei wurde die Auswahl auf anerkannte Fachbücher beschränkt. Populärwissenschaftliche Bücher enthalten zwar ebenfalls zahlreiche Informationen über Heilpflanzen, aber für die Richtigkeit der in diesen Büchern aufgeführten Hinweisen kann nicht die wissenschaftliche Korrektheit gelten, die bei der Entwicklung dieser Datenbank gefordert wurde.
Zudem kann der Datenbankbenutzer die verschiedenen, auf dem deutschen Markt erhältlichen Präparate abfragen, die mit der ausgewählten Heilpflanze als Bestandteil des Präparates entwickelt wurden. Diese Präparateliste ist relativ vollständig, liegt aber natürlich immer hinter dem aktuellen Marktangebot.

Abbildung 3
Abbildung 3

Desweiteren erscheint bei einigen Pflanzen ein Feld mit besonderen Hinweisen (Siehe Abbildung 3) zu dieser Pflanze. Besondere Hinweise sind beispielsweise allergieauslösende Wirkungen der Pflanze, Gegenanzeigen bei Schwangerschaft oder Giftigkeit durch unsachgemäße Aufbereitungsverfahren.

Technische Übersicht

Hardwarevoraussetzungen:

Das Selbstmedikationsprogramm benötigt einen PC 386 DX 40 oder höher mit mindestens 4 MB RAM. Die Grafikkarte und der Monitor müssen mindestens 800x600 Punkte bei 256 Farben darstellen können. Auf der Festplatte müssen während der Installation mindesten 25 MB freier Plattenplatz, während des Betriebs mindestens 16 MB freier Plattenplatz zur Verfügung stehen. Eine Maus ist zur Bedienung des Programms notwendig.

Betriebssystem:

Das Selbstmedikationsprogramm wurde für PCs entwickelt. Es ist auf Windows 3.1, Windows 3.11 und Windows 95 lauffähig.

Allgemeines

Das Selbstmedikationsprogramm wurde mit "Delphi 1.0", einer visuellen Entwicklungs- umgebung der Firma Borland, erstellt und läuft im 16-Bit-Modus.
Die zum Programm gehörenden Datenbank- und Indexdateien wurden mit den mitgelieferten Datenbankprogrammen, sowie weiteren selbstentwickelten Eingabeprogrammen erstellt. Die Datenbankdateien wurden als "Paradox 5.0 für Windows"-Dateien angelegt. Dieser Datenbanktyp schien aus den standardmäßig durch Delphi 1.0 zur Verfügung stehenden Datenbanktypen für die Einbindung von Grafikdaten direkt in die Datenbank am geeignetesten.
Die Datenbank verfügt zur Zeit über 91 Datensätze mit Bild- und Textinformationen zu verschiedenen Heilpflanzen, Mineralstoffen und Vitaminen.

Bedienung

Die Selbstmedikationsdatenbank kann durch Blättern in den Datensätzen, durch eine Schlüsselwortsuche oder durch eine Volltextsuche durchsucht werden. Die zum Datensatz gehörende Grafik wird immer angezeigt, die einzelnen Themengebiete werden auf einem Karteikartensystem (siehe Abbildung 2) dargestellt. Auf manchen der Karteikarten befinden sich Felder mit einer Laufleiste, die eine größere Menge Text enthalten, der durch Betätigen der Maus schrittweise eingesehen werden kann. Man kann die verschiedenen Karteikarten durch anklicken der entsprechenden Beschriftungen am oberen Rand des Karteikartensystems wechseln. Einige Textinformationen, wie zum Beispiel der Bildquellennachweis oder die "besonderen Hinweise", lassen sich nur durch Betätigen eines Schalters abrufen. Wird zum Beispiel der Schalter "Besondere Hinweise" (siehe Abbildung 3) aktiviert, werden wichtige Zusatzinformationen zu dem ausgewählten Datensatz angezeigt.
Es befinden sich verschiedene Schnellauswahlknöpfe auf dem Formular, die einige Funktionen aus dem Menü des Applikationsfensters schneller abrufbar machen. Fast alle Schalter wurden mit Kurzhinweisen versehen, die erscheinen, wenn der Mauszeiger sich ca. 0,5 Sekunden über dem Schalter befindet. Somit dürfte eine Benutzung, auch durch ungeübte Computerbenutzer, stark vereinfacht sein.

Suche nach Begriffen

Schlüsselwortsuche
Abbildung 4
Abbildung 4

Um einen möglichst schnellen Suchzugriff auf die Datenbank zu ermöglichen, wurde die Datenbank mit verschiedenen Indizes ausgestattet. Desweiteren wurde eine weitere Schlüsselwortdatenbank angelegt, die bestimmte Querverweise enthält und eine Schlüsselwortsuche (siehe Abbildung 4) somit schnelle Suchergebnisse liefern kann. Die Suche wird bereits mit der Eingabe einzelner Buchst?????a???s??¾???aben gestartet und liefert in der Auswahlliste entsprechend schnell die gesuchten Begriffe. Diese können dann angewählt werden und bieten in einer weiteren Auswahlliste eine detaillierte Ergebnisliste zu dem Suchwort.

Volltextsuche:

Eine Volltextsuche kann auf ein Wort oder einen Teil eines Wortes durchgeführt werden. Nach Eingabe des Suchbegriffs wird eine SQL-Datenbanksuche ausgelöst, die alle Felder, natürlich mit Ausnahme des Grafikfeldes, aller Datensätze nach dem Suchbegriff durchsucht. Bedingt durch die Suche in allen Textfeldern aller Datensätze kann die Suche je nach Rechnertyp relativ lange dauern. Wenn die Suche erfolgreich abgeschlossen werden konnte, wird eine Ergebnismenge in Form von einem Datensatz bis zu allen Datensätzen zurückgegeben. Sie können nun durch blättern in den Ergebnisdatensätzen die gewünschten Informationen einsehen. Sollte kein entsprechender Datensatz gefunden werden, erscheint ein Meldungsfenster und der Benutzer erhält wieder den Zugriff auf die gesamte Datenbank.

Drucken:

Der Benutzer kann sich den aktuell sichtbaren Datensatz auf dem Drucker ausgeben lassen. Um den Drucker zu wechseln, steht im Menü Datei | Druckereinrichtung ein Druckerauswahldialog zur Verfügung.

Sortierung der Datensätze:

Der Benutzer kann sich die Datensätze nach allgemeiner, umgangssprachlicher oder wissenschaftlicher Bezeichnung sortiert anzeigen lassen.

Hilfe zum Selbstmedikationsprogramm:

Die aus dem Programm oder dem Programmanager aufrufbare Hilfe ist so gestaltet, das ein ungeübter Computerbenutzer in die Lage versetzt wird, das Selbstmedikationsprogramm zu benutzen und die gewünschten Informationen abzurufen. Die Hilfedatei enthält eine Zahl von Ausschnitten aus der Programmoberfläche mit Texterläuterungen, die den Funktionsaufruf erklären.

Einsatzgebiete der Datenbank

Die Selbstmedikationsdatenbank dient, wie bereits erwähnt, primär als Informationsmedium zur Selbstmedikation. Sowohl die Struktur der Datenbank, als auch die intuitive Benutzerführung der Datenbankoberfläche erlauben es auch Benutzern mit nur geringen Kenntnissen im Bereich der Heilpflanzenkunde oder auch im Umgang mit dem Computer, diese Datenbank effektiv einsetzen zu können. Mögliche Einsatzorte sind Apotheken, Reformhäuser sowie ausgewählte Arztpraxen. Zudem kann diese Datenbank auch bei solchen Personen Verwendung finden, die privat Möglichkeiten zur Selbstmedikationen bei verschiedenen Erkrankungen suchen. Ein besonderer Stellenwert wird bei oben genannter Benutzergruppe auf den Beratungshinweis gelegt, daß die Selbstmedikation zur Behandlung kleinerer Alltagskrankheiten dient und auf keinen Fall den Rat eines Arztes ersetzen kann. Darüber hinaus wird nochmals verdeutlicht, daß insbesondere bei uneindeutigen Krankheitssymptomen oder längerer Erkrankung auf jeden Fall ein Arzt konsultiert werden sollte. Eine weitere, eher sekundär ins Auge gefaßte Anwendergruppe der Selbstmedikationsdatenbank sind Fachleute, die weitere Informationsquellen über Heilpflanzen suchen oder die Selbstmedikationsdatenbank für die Suche weiterer Literatur über eine bestimmte Pflanze einsetzen möchten.


Eine Anmerkung zum Schluß:

Zu einigen Pflanzen gibt es in der Datenbank kein Bild. Das liegt daran, daß wir entweder kein geeignetes Bildmaterial finden konnten, oder daß wir das Recht zur Veröffentlichung nicht erhielten. Wenn Sie zu solchen Pflanzen Bilder haben, die frei von Rechten Dritter sind, oder die Ihnen gehören und Sie bereit sind uns die Veröffentlichung in der Datenbank zu gestatten, dann würden wir uns freuen, wenn Sie uns diese Bilder zusenden könnten. Die Quelle der Bilder wird selbstverständlich genannt.

Anschrift:
Universität zu Köln
Forschungsstelle für Gesundheitserziehung
Gronewaldstraße 2
50931 Köln
email: klaus.klein@uni-koeln.de


» Links   » Lesezeichen   » Impressum   » Disclaimer/Haftungsausschluss