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Meerrettich
 Bild-Quelle: Christoph Simonis |
- Name:
- Meerrettich
- Botanischer Name:
- Armoracia rusticana PH. GAERTNER, B. MEY. et SCHE
- Umgangssprachlicher Name:
- Radi
- Sonstige, umgangssprachliche Namen:
- Cochlearia armoracia LINNÉ
- Beschreibung:
- Der Meerrettich ist ein Kreuzblütler. Seine grundständigen Blätter werden bis zu 100 cm lang. Seine Heimat ist das Wolga-Donau-Gebiet. Er ist sowohl kultiviert als auch verwildert zu finden. Die Blütezeit ist Mai-Juni. Bereits im Mittelalter ist der Meerrettich aus dem Osten zu und gekommen. Der slawische Name Kren deutet auf seine Herkunft hin. Das reichlich beißend schmeckende Senföl ist in der Wurzel enthalten. In kleinen Mengen wirkt es verdauungsfördernd und harntreibend. Es wird auch als Würze geschätzt, kann aber im Übermaß genossen zu Koliken führen.
- Vorkommen:
- Herkunft: Europa
- Wirkung:
- Die Droge wirkt antimikrobiell und hyperämisierend (Durchblutung erhöhend).
- Nebenwirkung:
- Bei Einnahme: Magen-Darm-Beschwerden.
- Anwendung:
Anwendungsgebiete:
- Bei Einnahme: Katarrhe der Luftwege: Unterstützende Therapie bei Infekten der ableitenden Harnwege.
- Dosierung und Art der Anwendung:
- Äußere Anwendung: Katarrhe der Luftwege; hyperämisierende (Durchblutung erhöhende) Behandlung bei leichten Muskelschmerzen.
Dosierung: Soweit nicht anders verordnet: Einnahme: Mittlere Tagesdosis 20 g frische Wurzel; Zubereitungen entsprechend.
Äußere Anwendung: Zubereitungen mit maximal 2% Senfölen.
Art der Anwendung: Frische oder getrocknete zerkleinerte Droge, Frischpflanzenpreßsaft sowie andere galenische Zubereitungen zum Einnehmen oder zur äußeren Anwendung.
- Besondere Hinweise:
- Gegenanzeigen: Bei Einnahme: Magen- und Darmulcera, Nephritiden (Nierenentzündungen).
- Keine Anwendung bei Kindern unter 4 Jahren.
- Wirkstoff/Droge:
- Meerrettichwurzel, bestehend aus der frischen oder getrockneten Wurzel von Armoracia rusticana PH. GAERTNER, B. MEYER et SCHERBIUS (Synonym: Cochlearia armoracia LINNÉ) sowie deren Zubereitungen in wirksamer Dosierung.
Die Droge enthält Senföl und Senfölglykoside.
- Literatur:
- Bundesanzeiger
- Braun, Frohne "Heilpflanzenlexikon", 6. Auflage ; Gustav Fischer Verlag
- Sängling, Heinz; Seybold, Siegmund "Lexikon der Pflanzen", Lexikographisches Institut München 1977
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