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Süßholzwurzel

Süßholzwurzel
Bild-Quelle: Stephanie von Kruedener et al. "Arzneipflanzen - altbekannt und neu entdeckt"; Botanischer Garten und Museum Berlin-Dahlem, 1993

Name:
Süßholzwurzel
Botanischer Name:
Glycyrrhiza glabra LINNÉ
Umgangssprachlicher Name:
Lakritzenkraut
Sonstige, umgangssprachliche Namen:
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Beschreibung:
Die Staude gehört zu den Schmetterlingsblütengewächsen. Sie kann bis zu 2 m hoch werden. Die gelben, holzigen und etwa fingerdicken Wurzeln treiben mehrere Meter lange Ausläufer, aus denen oberirdisch aufrechte, stielrunde bis kantige Triebe wachsen. Sie tragen wechselständige, 3 - 7 unpaarig gefiederte, unterseits klebrige (Drüsen als Punkte erkennbar) Blätter. Die Blüten stehen in den Blattachseln in vielblütigen Trauben. Die Einzelblüten besitzen eine blaßviolette Fahne. Die bräunlichen Samen entwickeln sich in kahlen Hülsen.
Sammelzeit: März, April und September, Oktober
Sammelgut: Wurzeln

Vorkommen:
Herkunft: Mittelmeergebiet, Westasien
Standort: Zum Teil kultiviert in europäischen Ländern.

Wirkung:
Glycyrrhiza glabra LINNÉ beschleunigt die Abheilung von Magengeschwüren. Sie wirkt außerdem sekretolytisch (Lösund von zähflüssigem Sekret in den Bronchien), expektorierend (Auswurf aus Trachea und Bronchien herausbefördernd) und antiphlogistisch (entzündungshemmend).

Nebenwirkung:
Gegenanzeigen können auftreten bei Lebererkrankungen, Hypertonie (Bluthochdruck), schwerer Niereninsuffizienz und in der Schwangerschaft.

Anwendung:
Anwendungsgebiete:
Katarrhe der oberen Luftwege und Ulcus ventriculi/duodeni (Magen- und Zwölffingerdarmgeschwür).
Dosierung und Art der Anwendung:
Dosierung: Soweit nicht anders verordnet: Mittlere Tagesdosis: Süßholz: ca. 5 - 15 g Droge entsprechend 200 - 800 mg Glycyrrhizin Succus Liquiritiae: 0,5 - 1 g bei Katarrhen der oberen Luftwege; 1,5 - 3 g bei Ulcus ventriculi/duodeni; Zubereitungen entsprechend.
Art der Anwendung: Klein geschnittene Droge, Drogenpulver, Trockenextrakte für Aufgüsse, Abkochungen, flüssige und feste Formen zur oralen Anwendung (succus liquiritiae).
Dauer der Anwendung: Gegen die Verwendung der Droge als Geschmackskorrigens bis zu einer maximalen Tagesdosis von 100 mg Glycyrrhizin bestehen keine Einwände.

Besondere Hinweise:
  • Ohne ärztlichen Rat nicht länger als 4 - 6 Wochen.
  • Gegen eine Verwendung der Droge als Geschmackkorrigenz bis zu einer maximalen Tagesdosis von 100 mg Glycyrrhizin bestehen keine Einwände.
  • Wirkstoff/Droge:
    Süßholzwurzel, bestehend aus den ungeschälten, getrockneten Wurzeln und den Ausläufern von Glycyrrhiza glabra LINNÉ, sowie deren Zubereitungen in wirksamer Dosierung.
    Die Wurzel enthält Glycyrrhizin. Neben Kalium- oder Calziumsalzen der Glycyrrhizinsäure (= Glycyrrhizin) enthält die Droge eine Reihe von Flavonoide, ferner sind Phytosterole und Cumarine vorhanden.

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    Literatur:
  • Bundesanzeiger
  • Braun, Frohne "Heilpflanzenlexikon", 6. Auflage; Gustav Fischer Verlag
  • Inge Lindt "Naturheilkunde" ; Buch und Zeit Verlags GMBH Köln
  • Präparate:
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  • Bad Heilbrunner 20-Kräuter Husten Bonbons
  • Bad Heilbrunner Deutscher Brusttee
  • Knufinke Broncholind Husten- und Brusttee (Divapharma-Knufinke)

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