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Vogelknöterich

Vogelknöterich
Bild-Quelle: Christoph Simonis

Name:
Vogelknöterich
Botanischer Name:
Polygonum aviculare LINNÉ
Umgangssprachlicher Name:
Wegerich
Sonstige, umgangssprachliche Namen:
Weggras
Wegkraut
Wegtritt
Hansl am Weg
Wegkrattler
Saukraut
Saugras
Sugras
Chrottechrutt
Wegsaukraut
Swienegras
Swienekrad
Svinkrut
Vogelgras

Beschreibung:
Der zur Familie der Knöterichgewächse zählende einjährige Vogelknöterich besitzt bis zu 50 cm lange, niederliegende, verzweigte, kahle, dunkelgrüne, gestreifte Stengel, die sich aus einem mehrköpfigen, spindelförmigen, kurzen Wurzelstock mit kurzen Erdwurzeln entwickeln. Die wechselständigen, länglich-elliptischen, kurzbestielten Blätter sind an den Haupttrieben bis zu 5 cm lang, an den Seitenzweigen jedoch sehr viel kürzer. In den Blattachseln stehen jeweils 1 bis 3, ca. 3 mm lange, trichterförmige, rosarote bis grünlichweiße Blüten. Jede Blüte besitzt drei kurze, von acht Staubblätern umgebene Griffel. Die 2 bis 3 cm lange, dreikantige Frucht ist nußförmig.
Blütezeit: Mai bis Oktober
Sammelzeit:
  • Wurzel: Herbst
  • Pflanze: Spätsommer bis Frühherbst
  • Vorkommen:
    Herkunft: Kosmopolit in Gebieten mit gemäßigtem Klima.
    Standort: Wildkrautfluren, Pflasterfugen, Gärten, Wege, Brachland, Kiesgruben, Böschungen, Straßen- und Ackerränder, trockene Böden

    Wirkung:
    Die Droge wirkt adstringierend (zusammenziehend) und gering expektorierend (Auswurf aus Trachea und Bronchien herausbefördernd). In vitro wurde ACE-Hemmung nachgewiesen.

    Nebenwirkung:
    Bei bestimmungsgemäßem Gebrauch keine.

    Anwendung:
    Anwendungsgebiete:
    Leichte Katarrhe (Schleimhautentzündungen) der Luftwege sowie bei entzündliche Veränderungen der Mund- und Rachenschleimhaut.
    Dosierung und Art der Anwendung:
    Dosierung: Soweit nicht anders verordnet: Tagesdosis: 4 bis 6 g Droge, Zubereitungen entsprechend.
    Art der Anwendung: Zerkleinerte Droge für Aufgüsse sowie andere galenische Zubereitungen zum Einnehmen und zur lokalen Anwendung.

    Besondere Hinweise:
  • Das Arzneimittel gilt heute als obsolet und wird lediglich als leichte Adjuvans angewendet.
  • Wirkstoff/Droge:
    Vogelknöterichkraut bestehend aus dem zur Blütezeit, gelegentlich mit den Wurzeln, gesammelten und getrockneten Kraut von Polygonum aviculare LINNÉ, sowie dessen Zubereitungen in wirksamer Dosierung.
    Die Droge enthält Gerbstoffe, lösliche und unlösliche Kieselsäure, Flavonoide, Gerbstoffe und Schleim.

    Literatur:
  • Bundesanzeiger
  • Braun, Frohne "Heilpflanzenlexikon", 6. Auflage; Gustav Fischer Verlag
  • Kremer, Kosmos Naturführer - Welche Heilpflanze ist das?, 1987
  • Präparate:
  • Tussiflorin Hustensaft N/Hustentropfen N

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