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Dill

Dill
Bild-Quelle: Meta Queins; Forschungsstelle für Gesundheitserziehung, Universität zu Köln, 1997

Name:
Dill
Botanischer Name:
Anethum gravéolens
Englischer Name:
Dill

Familie:
Doldenblütler(Apiaceae)

Herkunft:
Balkan, Südeuropa, USA, Skandinavien, Zentralasien und Mittelmeergebiete
Hauptanbauländer:
Europa, Amerika, Süd- und Ostasien

Heilwirkung:
Wirkt spasmolytisch (krampflösend), bakteriostatisch (Wachstum und Vermehrung von Bakterien hemmend).
Stoppt Schluckauf durch den Geruch seiner Samen

Verwendeter Teil der Pflanze:
Blätter, Stengel und Samen

Inhaltsstoffe:
Ätherisches Öl (Frucht: Carvon, Limonen, Anethofuran, a- und ß-Phellandren, Myrcen, a-Pinen, Carveol, Terpinen, Dihydrocarvon; Kraut: a- und ß-Phellandren, Limonen, Anethofuran; Wurzel: Dillapiol, Apiol), Fettes Öl (ß-Sitosterin), Aesculetin, Umbelliprenin, Kaffee-, Ferula- und Chlorogensäure, Vicenin

Allgemeine Infos:
Dank seinem angenehmen Aroma dient das Kraut als Inhalt von Duftbeuteln und ist ein wichtiges Küchenkraut. Beim zeitgleichen Anbau mit Kohlarten führt er bei diesen zu besserer Ernte.

Herkunft des Pflanzennamens:
Anethum <Dill>: lat. anethum <Dill> (Verg. ecl. 2,48; Plin. 19,167) < gr. (att.) ánethon, ánnethon <Dill> (Diosk.), (ion.) ánneson, (aiol.) áneton <ds.>, Fremdwörter unbekannter, viell. ägypt. Herkunft (Frisk 1,106; 3,32); vgl. ammi, Anisum. - Gams 2,33
(Aus: Genaust, 2005, S. 63)
gravéolens (Anethum, Apium, Clematis, Pelargonium, Ruta usw.) <stark duftend, riechend>: < lat. graveolens <übelriechend> (Apul. mund. 35), auch grave olens <ds.>, zu gravis <schwer, stark> und olere <riechen>, wobei im Gegensatz zu suaveolens intensive Gerüche als unangenehm, penetrant empfunden wurden
(Aus: Genaust, 2005, S. 274)

Literatur:
  • Vermeulen, N. (o. A.) Kräuter Enzyklopädie (S. 229). Nebel Verlag GmbH, Eggolsheim
  • Genaust, H. (2005). Etymologisches Wörterbuch der Botanischen Pflanzennamen. 3. Auflage. Birkhäuser Verlag, Basel, Schweiz
  • Internet:
  • http://www.heilkraeuter.de/lexikon/dill.htm
  • http://de.wikipedia.org/wiki/Dill_%28Pflanze%29
  • http://www.kraeuter.de/kraeutergarten/105.htm
  • Weiterführende Literatur:
  • Asi, H. (1988): Gewürze als Arzneimittel
  • Dressendörfer, W. (2003): Blüten, Kräuter und Essenzen. – Thorbecke. Ostfildern
  • Glatzl, H. (1968): Die Gewürze. Ihre Wirkungen auf den gesunden und kranken Menschen
  • Richardson, Mervyn [Hrsg.]; Gangolli, Sharat [Hrsg.]. The Dictionary of Substances and their effects. - Royal Society of Chemistry. Cambridge
  • Zeitschrift für Arznei- und Gewürzpflanzen. – Agrimedia. Bergen, Dumme

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