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Estragon

Estragon

Estragon

Name:
Estragon
Botanischer Name:
Artemisia dracunculus
Englischer Name:
Tarragon

Familie:
Korbblütler (Asteraceae)

Herkunft:
Russland

Hauptanbauländer:
Anbau heutzutage in Mitteleuropa, Vorderasien, Indien, Nordamerika und Argentinien

Heilwirkung:
Estragon wirkt verdauungs- und gallenflußfördernd und harntreibend. Hilft bei Wassersucht, Nierenträgheit, Appetitlosigkeit, Magenschwäche und Blähungen.

Verwendeter Teil der Pflanze:
Junge Triebe und Blätter

Inhaltsstoffe:
Ätherisches Öl (Estragol, Phellandren, Ocimen), Gerbstoffe und Bitterstoffe

Allgemeine Infos:
Das Kraut wird zu großen Teilen zu Essig verarbeitet und zudem wegen seines Anisaromas angebaut.

Herkunft des Pflanzennamens:
dracúnculus (Artemisia dracunculus <Estragon, Dragon>): Name vorlinn. als Dracunculus hortensis, sive Tarchon, J. Bauhin III 26,148 = Dracunculus hortensis, C. Bauhin, Pinax 98; < lat. dracunculus <Estragon> (Plin. 24,142; 24,149), eigtl. <kleiner Drachen> (s. draco); das Benennungsmotiv für diesen lat. Pfl.N. (sofern Plin. überhaupt die doch auf der Balkan-Halbinsel und weiter östlich beheimatete Art kannte) bleibt unsicher: es ist ja wohl doch nicht mit A. Seybold l ,285 anzunehmen, daß der Estragon schlangenförm. Wurzeln habe oder als Gegengift gegen Schlangenbisse diene, sondern die antike Bezeichnung muß von einem Vergleich mit der bei Plin. an gleicher Stelle erwähnten Drachenwurz ausgehen, wofür sich als erstes der stark aromatische, als betäubend empfundene Duft des Estragons anbietet. Der dt. Name (fehlt bei Kluge) geht über frz. estragon (1564), targon (1540) ebenso wie das oben genannte Synonym Tarchon (vgl. Tarchonanthus) auf ein arab. tarhun <ds.> zurück (vgl. Bloch-W. 237), das seinerseits wohl aus dem Griech. entlehnt ist (< gr. drakóntion?).

Literatur:
  • Vermeulen, N. (o. A.) Kräuter Enzyklopädie (S. 229). Nebel Verlag GmbH, Eggolsheim
  • Cheers, G. (Hrsg.). (2003) Botanica (S. 677). Tandem Verlag
  • Genaust, H. (2005). Etymologisches Wörterbuch der Botanischen Pflanzennamen. 3. Auflage. Birkhäuser Verlag, Basel, Schweiz
  • Internet:
  • http://de.wikipedia.org/wiki/Estragon
  • http://www.heilkraeuter.de/lexikon/anis.htm
  • Weiterführende Literatur:
  • Asi, H. (1988): Gewürze als Arzneimittel
  • Dressendörfer, W. (2003): Blüten, Kräuter und Essenzen. – Thorbecke. Ostfildern
  • Glatzl, H. (1968): Die Gewürze. Ihre Wirkungen auf den gesunden und kranken Menschen
  • Richardson, Mervyn [Hrsg.]; Gangolli, Sharat [Hrsg.]. The Dictionary of Substances and their effects. - Royal Society of Chemistry. Cambridge
  • Zeitschrift für Arznei- und Gewürzpflanzen. – Agrimedia. Bergen, Dumme

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