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Kerbel

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Name:
Kerbel
Botanischer Name:
Anthriscus cerefólium
Englischer Name:
Garden chervil

Familie:
Doldenblütler (Apiaceae)

Herkunft:
Kaukasus und Südrussland

Hauptanbauländer:
Europa, Nordafrika, Ostasien, Amerika

Heilwirkung:
Entschlackt den Körper und regt den Stoffwechsel an. Wirkt durch die Anregung der Verdauungsorgane und Nieren blutreinigend. Zudem appetitanregend und harntreibend. Außerdem beliebt als Vitamin- und Mineralienlieferrant.

Verwendeter Teil der Pflanze:
Blätter

Inhaltsstoffe:
Geringe Mengen Ätherisches Öl (Hauptsächlich: Methylchavicol (Estragol) und Hendecan (Undecan)), Vitamin C, Viele wichtige Mineralien

Allgemeine Infos:
Durch seinen unverwechselbaren Anisgeschmack wird er zu einem elementaren Küchenkraut. Die Blätter verlieren durch Trocknen und Kochen ihren Geschmack, so das sie erst zum Ende des Gerichts hinzu gegeben werden sollten.

Herkunft des Pflanzennamens:
Anthríscus <Kerbel>: gr. ánthriskos <eine zu Kränzen geflochtene Blume> (Pollux 6,106) neben ánthryskon, énthryskon <Kerbel> (Athen. 15, 685 b), woraus lat. enthryscum <Nadelkerbel, Scandix australis L.> (Plin. 21,89); nach Frisk 1,110 unerklärt, aber doch wohl Ableitung von gr. anthérix <Ähre, Halm>, ather <Granne> (s. Anthericum): die Früchte der Wildsippe des Echten Kerbels (A. cerefolium ssp. trichospermus) haben kurze, steife, aufwärts gekrümmte Borsten. - Falsch Wi. 57
(Aus: Genaust, 2005, S. 67)
cerefólium (Anthriscus) <Kerbel>: lat. caerefolium <Kerbel> (Plin. 19,170), cerefolium <ds.> (Apic. 4,119), das mit Übersetzung von gr. phýllon = lat. folium <Blatt> aus gr. chairéphyllon <Kerbel> (s. Chaerophyllum) entlehnt ist; die Art heißt bei C. Bauhin, Pinax 152 Chaerophýllum sativum, bei Moris. Umbell. 46 dagegen Cerefolium sativum. Das dt. Wort Kerbel (ahd. kervola, kervila, kerbele) erweist sich durch das erhaltene /k-/ als antikes Lehnwort (vgl. Marz. l,330 f.; Kluge 366). - Falsche Deutungen bei Wi. 177 (zum Namen der Ceres), Boe. 226, Za. 620 (als <wachsblättrig>)
(Aus: Genaust, 2005, S. 142)

Literatur:
  • Vermeulen, N. (o. A.) Kräuter Enzyklopädie (S. 229). Nebel Verlag GmbH, Eggolsheim
  • Genaust, H. (2005). Etymologisches Wörterbuch der Botanischen Pflanzennamen. 3. Auflage. Birkhäuser Verlag, Basel, Schweiz
  • Internet:
  • http://www.kraeuter-almanach.de/kraeuter/kerbel.htm
  • http://www.wuerzkraut.de/inhalt/kerbel.htm
  • http://de.wikipedia.org/wiki/Kerbel
  • Weiterführende Literatur:
  • Asi, H. (1988): Gewürze als Arzneimittel
  • Dressendörfer, W. (2003): Blüten, Kräuter und Essenzen. – Thorbecke. Ostfildern
  • Glatzl, H. (1968): Die Gewürze. Ihre Wirkungen auf den gesunden und kranken Menschen
  • Richardson, Mervyn [Hrsg.]; Gangolli, Sharat [Hrsg.]. The Dictionary of Substances and their effects. - Royal Society of Chemistry. Cambridge
  • Zeitschrift für Arznei- und Gewürzpflanzen. – Agrimedia. Bergen, Dumme

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