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Kümmel

Kümmel
Bild-Quelle: Kremer, Bruno P.; Institut für Biologie und ihre Didaktik; Universität zu Köln; 1995-1997

Name:
Kümmel
Botanischer Name:
Carum carvi
Englischer Name:
Caraway

Familie:
Doldenblütler (Apiaceae)

Herkunft:
Mitteleuropäischer Ursprung

Hauptanbauländer:
Hauptsächlich angebaut wird er in Norddeutschland, Skandinavien, Holland, Osteuropa, Nordafrika und Ägypten.

Heilwirkung:
Hilft bei Blähungen, Magenschwäche, -krämpfen und bei Darmkrämpfen

Verwendeter Teil der Pflanze:
Samen, zarten Blätter

Inhaltsstoffe:
Ätherisches Öl, Fettsäuren, Gerbstoffe, Vitamin-C

Allgemeine Infos:
Kümmel soll das Keimen von Lagerkartoffeln hemmen.

Herkunft des Pflanzennamens:
Cárum <Kümmel>: spätlat. carum <Kümmel> (Pelagon. veter. 13 p. 54) < gr. káron <ds.> (Diosk.) neben careum <Echter Kümmel, Carum carvi> (Plin. 19,164) und gr. karo <ds.> (Diosk. 3,57; unsicher Athen. 9,371 e); Etymol. unsicher, viell. wegen der Ähnlichkeit der Samen mit Läusen zu gr. kár <Laus> (Hesych.) (Frisk 1,790). - Vgl. ähnliche Benennungen bei Coriandrum, Croton, Ricinus; s. auch carota und carvi
(Aus: Genaust, 2005, S.131)
cárvi (Carum) <Echter Kümmel>: Name vor L. als Cuminum pratense, Carvi Officinarum, C. Bauhin, Pinax 158 = Caros, J. Bauhin III 27,69 = Carum, sive Carvi, Moris. Umbell. 24; wie frz. carvi (belegt seit 14. Jh.), engl. caraway, schott. carvy <Kümmel> < arab. karwiya <ds.> (daneben arab. al-karawiya <der Kümmel> > span. alcaravea <Dill>, port. alcaravia <Wiesen-Kümmel> (FEW 19,87-89; Bloch-W. 117; Corominas 1,98; Onions 144); das arab. Wort ist seinerseits, jedoch auf undurchsichtige Weise, aus gr. káron <Kümmel> (s. Carum} umgebildet
(Aus: Genaust, 2005, S.131)

PubMed:
Abstrakt - Kümmel

Literatur:
  • Vermeulen, N. (o. A.) Kräuter Enzyklopädie (S. 229). Nebel Verlag GmbH, Eggolsheim
  • Genaust, H. (2005). Etymologisches Wörterbuch der Botanischen Pflanzennamen. 3. Auflage. Birkhäuser Verlag, Basel, Schweiz
  • Internet:
  • http://www.heilkraeuter.de/lexikon/kuemmel.htm
  • http://www.uni-graz.at/~katzer/germ/Caru_car.html
  • http://www.kuemmel-shop.de
  • Weiterführende Literatur:
  • Asi, H. (1988): Gewürze als Arzneimittel
  • Dressendörfer, W. (2003): Blüten, Kräuter und Essenzen. – Thorbecke. Ostfildern
  • Glatzl, H. (1968): Die Gewürze. Ihre Wirkungen auf den gesunden und kranken Menschen
  • Richardson, Mervyn [Hrsg.]; Gangolli, Sharat [Hrsg.]. The Dictionary of Substances and their effects. - Royal Society of Chemistry. Cambridge
  • Zeitschrift für Arznei- und Gewürzpflanzen. – Agrimedia. Bergen, Dumme

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