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Liebstöckel

Bild-Quelle: Meta Queins; Forschungsstelle für Gesundheitserziehung
- Universität zu Köln, 1997 |
- Name:
- Liebstöckel
- Botanischer Name:
- Levisticum officinale
- Englischer Name:
- Lovage
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- Familie:
- Doldenblütler (Apiaceae)
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- Herkunft:
- Süd-Persien (Iran)
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- Hauptanbauländer:
- Südeuropa, Iran, Westasien, Amerika
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- Heilwirkung:
- Die Inhaltsstoffe wirken verdauungsfördern, harntreibend, regen die Nierentätigkeit
an, lindern Blasenleiden und regulieren die Menstruation.
- Als Tee wirkungsvoll gegen Migräne
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- Verwendeter Teil der Pflanze:
- Blätter (frisch und getrocknet), Samen und Wurzel
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- Inhaltsstoffe:
- Ätherisches Öl, Cumarin, Gerbstoff, Harz, Vitamin C
- Allgemeine Infos:
- Liebstöckel wird hauptsächlich als Küchenkraut angebaut. Die
Samen dienen als Grundstoff für Parfüms und als Aroma für Liköre.
Alle Teile der Pflanze eignen sich zudem zur Verarbeitung als Gemüse.
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- Herkunft des Pflanzennamens:
- Levísticum <Liebstöckel, Maggikraut>: der von Hill
(1702-75) eingeführte Gatt.N. vermischte sich lange Zeit mit dem Gatt.N.
Ligusticum L. (vgl. das Synonym Ligusticum paludapifolium für Levisticum
officinale) und erscheint so vorlinn. unter beiden Benennungen als Ligusticum
vulgare, an Libanons fertilis?, C. Bauhin, Pinax 157 = Ligusticum vulgare, foliis
Apii, J. Bauhin III 27,122 = Levisticum vulgo, Herm. 370, im Mittelalter als Lubestuckel/Levisticum
bei Hild. phys. 139; caus. 175,32 u. ö. (Müller 126 f.). Diese Varianz
reicht bis in die Antike zurück: spätlat. levisticum <Liebstöckel>
(Veget. mul. 3,51,2), J ligisticum <ds.> (Apic. 1,36) gegenüber der
ältest bezeugten Form: lat. ligusticum <ds.> (Colum. 12,59,5; Plin.
19,165; 20,168). Diese wurde von Plin. 19,165 zu lat. Ligusticus <ligurisch>,
nach der vermeintlichen Herkunft der Gatt. aus Ligurien, gestellt (ligusticum
silvestre est in Liguriae suae montibus) und so noch von Walde-Hofm. 1,801 akzeptiert,
obwohl der Liebstöckel dort bestimmt nicht heimisch ist (als Herkunftsgebiet
gilt der Iran, Za. 344; nach Lex. Biol. 5,259 wurde die Art gar erst im 8. Jh.
n. Chr. in Europa angebaut). Es fällt zudem auf, daß ein gr. Pendant
sowie ein Benennungsmotiv fehlt, das auf die tatsächliche Herkunft der Gatt.
und ihre Eigenschaften als Würz- und Heilpfl. sowie als (vermeintliches)
Aphrodisiakum (worauf sich der dt. Name Liebstöckel, mhd. libestickel,
lubestuckel, gründet; Müller 126 f., Handwtb. d. dt. Aberglaubens 5,1298;
unzureichend Kluge 422) Rücksicht nehmen; daher bleibt dieser Pfl.Nr. letztlich
unerklärt. - Vgl. Ligusticum!
(Aus: Genaust, 2005, S.339)
officinális (Althaea, Anchusa, Asparagus, Calendula, Cochlearia
usw.). <offizinell>: es fällt auf, daß dieses heute sehr häufige
Artepitheton vorlinn. zu fehlen scheint und daß selbst der Zusatz officinarum
(s. d.) recht selten ist, z. B. bei Melilotus Officinarum Germaniae, C. Bauhin,
Pinax 331 (= M. officinalis). Tatsächlich handelt es sich um einen sehr jungen
Begriff, der erst zu LINNÉS Zeiten aufkam und z. B. in Frankreich (frz.
officinal) erst bei N. Lémery, Dictionnaire des drogues (1733), auf-tritt
(die Bedeutung von frz. officine <Labor; Apotheke > ist sogar erst 1812
belegt; Dauzat 507).
(Aus: Genaust, 2005, S. 543)
- Literatur:
-
- Vermeulen, N. Kräuter Enzyklopädie (S. 170). Nebel Verlag GmbH,
Eggolsheim
- Cheers, G. (Hrsg.). (2003) Botanica (S. 523). Tandem Verlag
-
- Genaust, H. (2005). Etymologisches Wörterbuch der Botanischen Pflanzennamen.
3. Auflage. Birkhäuser Verlag, Basel, Schweiz
- Internet:
http://www.wuerzkraut.de/inhalt/liebstock.htm
http://freshandtasty.at/show_bericht.php?ber_id=1200&fpid=217
- Weiterführende Literatur:
- Asi, H. (1988): Gewürze als Arzneimittel
- Dressendörfer, W. (2003): Blüten, Kräuter und Essenzen. –
Thorbecke. Ostfildern
- Glatzl, H. (1968): Die Gewürze. Ihre Wirkungen auf den gesunden und kranken
Menschen
- Richardson, Mervyn [Hrsg.]; Gangolli, Sharat [Hrsg.]. The Dictionary of Substances
and their effects. - Royal Society of Chemistry. Cambridge
- Zeitschrift für Arznei- und Gewürzpflanzen. – Agrimedia. Bergen,
Dumme
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