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Majoran

Majoran

Name:
Majoran
Botanischer Name:
Origanum majorana
Englischer Name:
Marojam
 
Familie:
Lippenblütler (Lamiaceae)
 
Herkunft:
Kleinasien
Hauptanbauländer:
Mittelmeerländer, Mittel- und Osteuropa
 
Heilwirkung:
Wirksames Mittel gegen Heuschnupfen, bei Trägheit der Verdauungsorgane, bei Blähungen und Durchfall. Zudem wirken es schleimlösend, auswurffördernd, krampflösend, harntreibend, schweißtreibend, Magenstärkend, nervenschmerzlindernd und antiseptisch
 
Verwendeter Teil der Pflanze:
Blätter
 
Inhaltsstoffe:
Thymol, Carvacrol, Cymol, Caryophyllen, Beta-Bisapolen, p-Cymen, Dipenten, Delta-Cadinen, Alpha-Thyjon (= Origanen), Selinen, Alpha-Terpinen sowie andere Terpene, Kaffee-, Ursol-, Rosmarin- und Olanolsäure, verschiedene Polyphenolcarbonsäuren, Kampferöl, Ascorbinsäure, Kohlenhydrate
Allgemeine Infos:
Oregano stammt aus dem griechischen und bedeutet „Bergfreude“. In der griechischen Kultur wurde das Kraut früher als Konservierungsmittel und zur Desinfektion benutzt.
 
Herkunft des Pflanzennamens:
Oríganum <Dost>: lat. origanon, origanum <Dost, Origanum vulgare ssp. vulgare> (Colum. 9,4,2; Plin. 12,89; 12,91; 19,117 ff.) < gr. oríganon, oríganos (Nebenform oreíganos) <ds.> (Hippokr.; Aristot.; Theophr.), das Fremdwort unbekannter Herkunft ist und volksetymolog, an gr. óros <Berg> und gános <glänzend> angelehnt wurde (Frisk 2,417 mit bot. unzutreffender Bemerkung: «das Origanum stammt aus Nordafrika»). - Vgl. Ziegler
(Aus: Genaust, 2005, S.441 f.)
majorána (Origanum = Majorana hortensis, Fisch. 766) <Majoran>: Name vorlinn. z. B. als Majorana sylvestris perennis, C. Bauhin, Pinax 224 = Origanum Heracleoticum Ruelii, sive Majorana major, C. Bauhin III 8,257; dieser geht wie die unterschiedliche volkssprachl. Benennung des Majorans: spätahd. maiolan, mhd. maioran, majeron, auch meigramme (Duden, Etym. Wtb. 417; Kluge 456), engl. marjoram, afrz. maiorane (13. Jh.), nfrz. marjolaine (seit 1393; Dauzat 447; Bloch-W. 392), ital. maggiorana, span. mejorana, port. manjerona, rumän. magheran, ngr. mantzourana [madzu'rana] auf eine - in den etymol. Wörterbüchern entweder unerklärte oder als mlat. maiorana identifizierte – gemeinsame Quelle zurück, die im Wiener Diosk. (3,39 p. 52,18 Wittman) um 512 n. Chr. (s. Mazal 14f.) in der Form mezourána erhalten ist. Der Autor dieser illustrierten Handschrift ordnet dabei diese Form den Römern zu (vgl. den Artikel mezurana bei Walde-Hofm. 2,85). Über die weitere Herleitung dieses ältesten Belegs gibt es, zumal er nur von wenigen zur Kenntnis genommen worden ist, nur Vermutungen (Bertoldi denkt an eine unbekannte oriental. Quelle, s. Walde-Hofm.); aber eine Anknüpfung an arab. Sprachmaterial führt ebensowenig zu Ergebnissen wie der Versuch, mezourána von gr. amárakos, amárakon <Majoran> (Theopr. h. pl. 9,16; Pherekr. bei Athen. 15,685 b; daneben gr. sámpsychon, sámpsouchon <Garten-Majoran> ausdrücklich als ausländischer Name bezeichnet, Nik. Ther. 575; Athen.15,681 b; Pausan. 9,28) abzuleiten. Vielleicht handelt es sich, im Hinblick auf die Gleichung lat. maior = gr. (ion.) mézon, (att.) meízon <größer>, um eine mgr. Umbildung einer frühroman. Wortform, die durch Zusammenziehung von maius origanum (vgl. Majorana major bei J. Bauhin) bzw. den vlat. Varianten origanum (mit kurzem i) und origana (ursprünglicher Plural; s. die roman. Fortführungen in REW 6099) zu *maioríganum bzw. *maiorígana, woraus mit phonetisch leicht erklärbarem Schwund des intervokal. -g- und Verlagerung des Akzents durchaus die Ausgangsform *maioriána entstanden sein
(Aus: Genaust, 2005, S.362)

Literatur:
  • Vermeulen, N. Kräuter Enzyklopädie (S. 210). Nebel Verlag GmbH, Eggolsheim
  • Genaust, H. (2005). Etymologisches Wörterbuch der Botanischen Pflanzennamen. 3. Auflage. Birkhäuser Verlag, Basel, Schweiz
  • Internet:
  • http://www.kraeuter-almanach.de/kraeuter/majoran.htm
  • http://www.wuerzkraut.de/inhalt/majoran.htm
  • Weiterführende Literatur:
  • Asi, H. (1988): Gewürze als Arzneimittel
  • Dressendörfer, W. (2003): Blüten, Kräuter und Essenzen. – Thorbecke. Ostfildern
  • Glatzl, H. (1968): Die Gewürze. Ihre Wirkungen auf den gesunden und kranken Menschen
  • Richardson, Mervyn [Hrsg.]; Gangolli, Sharat [Hrsg.]. The Dictionary of Substances and their effects. - Royal Society of Chemistry. Cambridge
  • Zeitschrift für Arznei- und Gewürzpflanzen. – Agrimedia. Bergen, Dumme

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