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Pfeffer (Weiß, Schwarz)

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Name:
Pfeffer (Schwarz/Weiß)
Botanischer Name:
Piper nigrum
Englischer Name:
Black/White pepper
 
Familie:
Pfeffergewächse (Piperaceae)
Herkunft:
Südindische Malabarküste
Hauptanbauländer:
Malaysia, Brasilien, Thailand, Vietnam, China und Sri - Lanka. Am bedeutesten sind Indonesien und Indien

Heilwirkung:
Durch seine Schärfe wärmt und festigt er den Körper. Zudem wirkt er appetitanregend, gegen Blähungen und stoffwechsel- und verdauungsförderlich.
Verwendeter Teil der Pflanze:
Die getrockneten Früchte
 
Inhaltsstoffe:
Ätherische Öle
Allgemeine Infos:
 
 
Herkunft des Pflanzennamens:
 
Piper <Pfeffer>: lat. piper <Pfeffer (Piper nigrum) als Gewürz in Form der kugeligen Früchte> (piperis bäcae, Vitruv.; piperis gränum <Pfefferkorn>, Plin. 12,26 f.) < gr. péperi (selten píperi) <Pfefferstrauch, Piper nigrum> (als Heilpfl. zuerst bei Hippokr. morb. mul. 1,81), peperís <ds.> (Athen. 9,376e), piperís <ds.> (Aelian. anim. nat. 9,48) neben péperi <Pfeffer (Piper longum und P. nigrum) als Gewürz> (Theophr. h. pl. 9,20,1; Nik. Alex. 332, Ther. 876; Diosk. 2,159), das im Hinblick auf die südasiat. Herkunft des Schwarzen Pfeffers entlehnt ist aus mind. pippari und weiter aus aind. pippali <Pfefferkom>, zu aind. Píppalam <Beere> (nach der Gestalt der Früchte); vgl.
Walde-Hofm. 2,308 f.; Frisk 2,508. Ob diese Wörter an idg. Wz. wie *bab- (IEW 1,91) oder *pap- < schwellen, aufblasen> anzuknüpfen oder ihrerseits aus einer unbekannten asiat. Quelle entlehnt sind, sei dahingestellt. - Vgl. Ziegler 4,681, der unter lat. piper auch den im trop. W-Afrika heimischen Malaguetapfeffer (Xylopia aethiopica) versteht, was doch recht zweifelhaft erscheint. - Vgl. Pimpinella.
(Aus: Genaust, 2005, S. 488)

níger,f. nígra (Allium, Betula, Brassica, Crataegus, Empetrum usw.) <schwarz>: lat. niger <schwarz, schwärzlich, dunkelfarbig, düster, bezogen auf immergrüne Laubblätter auch <dunkelgrün glänzend> (hedera, myrtus), auf Kronblätter auch <dunkelviolett> (viola), wie überhaupt niger schon antik als stehendes Epitheton verschiedener Pfl.Sippen erscheint, z. B. alnus nigra <Schwarz-Erle, Alnus glutinosa> (Plin.), helleborus niger <Schwarze Nieswurz, Helleborus niger> (s. den Artikel Helleborus), morum nigrum <Schwarze Maulbeere> (Hör. sat. 2,4,21 u. ö.). Die Etymologie geht offenbar vom dunklen Glanz (z. B. bei Haaren, Augen, Früchten) aus und gehört dann wie lat. nitere <glänzen> (s. nitens) und aind. Nilah <dunkelfarbig, schwarzblau> (s. nil, lilacinus) zur idg. Wz. *nei-, *ni- <glänzen> (vgl. Walde-Hofm. 2,168). Wie schon im Lat. bezieht sich die Benennung je verschieden auf die Farbe der Früchte (Empetrum, Lonicera, Morus usw.; bei Piper nigrum < Schwarzer und Weißer Pfeffer> nur auf die halbreif gepflückten und getrockneten Früchte) oder Samen (Brassica <Schwarzer Senf>), der Rinde (Betula) oder auch des dunkelbraunroten bis schwärzlichpurpurnen Perianths (Nigritella) oder des Perigons (dunkelpurpurn bei Allium, rot- bis dunkelviolettbraun bei Veratrum).
(Aus: Genaust, 2005, S. 419)


 
 
Pub Med:
Abstrakt - Pfeffer
 

Literatur:

  • Genaust, H. (2005). Etymologisches Wörterbuch der Botanischen Pflanzennamen. 3. Auflage. Birkhäuser Verlag, Basel, Schweiz
Internet:
  • http://www.uni-graz.at/~katzer/germ/Pipe_nig.html
  • http://www.wuerzkraut.de/inhalt/pfeffer.htm
  • http://www.spice-up.com/gewuerze/pfeffer.php
  •  

    Weiterführende Literatur:

    • Asi, H. (1988): Gewürze als Arzneimittel
    • Dressendörfer, W. (2003): Blüten, Kräuter und Essenzen. – Thorbecke. Ostfildern
    • Glatzl, H. (1968): Die Gewürze. Ihre Wirkungen auf den gesunden und kranken Menschen
    • Richardson, Mervyn [Hrsg.]; Gangolli, Sharat [Hrsg.]. The Dictionary of Substances and their effects. - Royal Society of Chemistry. Cambridge
    • Zeitschrift für Arznei- und Gewürzpflanzen. – Agrimedia. Bergen, Dumme
     


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