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Piment

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Name:
Piment
Botanischer Name:
Pimenta dioica
Englischer Name:
Allspice
 
Familie:
Myrtengewächse (Myrtaceae)
Herkunft:
Westindien und das tropische Mittelamerika
Hauptanbauländer:
Jamaika, Barbados, die Leeward-Islands, Guatemala, Honduras, Mexiko und Brasilien

Heilwirkung:
Wirkt Appetitanregend und Magenfreundlich
Verwendeter Teil der Pflanze:
Die unreifen Früchte
 
Inhaltsstoffe:
Ätherisches Öl, Eugenol, Eugenolmethylether, Terpene, viel Vitamin C
Allgemeine Infos:
Piment ist neben der Paprika das andere süße Gemüse dieser Pflanzengruppe
 
Herkunft des Pflanzennamens:
 
piménta <Pimentbaum; Nelkenpfeffer; Bayrumbaum>: Name von LINDL. (mit unbekannten älteren Benennungen) zunächst zu engl. Pimento <Pimentbaum; Nelkenpfeffer, P. dioica> für die aus Zentralamerika stammende, aber vor allem auf der brit. Kolonie Jamaika angebaute Art und ihr aus den unreifen, getrockneten, rundlichen Beeren (nur hierin besteht die Parallele zum Pfeffer, nicht im Geschmack) gewonnenes aromatisches Gewürz. Wegen dieses Vergleichs entlehnt < port. pimenta <Pfeffer>, das seine nächste Entsprechung in span. pimienta <ds.> hat. Daneben steht span. pimiento <Paprika, Spanischer Pfeffer; deren Früchte («Paprikaschoten») und Gewürz; Capsicum annuum und C. frutescens> (woraus frz. piment <ds.>, belegt seit 1664; Dauzat 567); da auch diese Arten in Amerika heimisch sind, erscheint diese Bedeutung nicht vor dem 16. Jh. Aus dem Mittelalter stammen aital. piumento <Gewürz> (so daß also die port. und span. Wörter eigtl. <Gewürz schlechthin> meinen), aokzit. pimenta <ds.>, pimen, pumen <Gewürzwein, mit Honig gesüßter und mit Kräutern aromatisierter Wein>, afrz. piment, piument <Balsam, Gewürz> (seit 10. Jh.), <Gewürzwein> (seit 12. Jh.; Dauzat 567). Diese Bedeutungen gehen ihrerseits zurück auf spätlat. pigmentum <Balsam, Spezerei, Kräutersaft> (Plin. Val. 2,31; Cael. Aur. rnorb. acut. 2,9,46; Vulg. 4. regg. 4,20,13 usw.) und erscheinen in klass. Zeit zuerst in lat. pigmentarius <Drogist, épicier, als Händler mit Farben, Schminken, Parfüms, Tinkturen und Spezereien> (Cic. epist. 15,17,2), zu lat. pigmentum <Farbe, Farb- und Malstoff, Schminke> (seit Plaut. Epid. 626; Plin. 16,233; 35,150); Ableitung von pingere <malen> (vgl. picturatus). - Walde-Hofm. 2,305; REW 6488. - Falsche Deutungen Wi. 694; Boe. 152
(Aus: Genaust, 2005, S. 485)

diocius (nicht dioícus, Za. 627, Boe. 247) (Antennaria, Aruncus, Carex, Cotula, Gymnociadus usw.) <zweihäusig>: zu gr. di- <zwei-> und oikos <Haus>; Terminus Dioecia aus Linnés <Systema naturae> (1735) als 22. Klasse des Pflanzenreiches, in welcher in anthropomorpher Metaphorik Bräutigam und Braut in verschiedenen Häusern leben (vgl. diandrus, digynus)
(Aus: Genaust, 2005, S. 209)


Pub Med:
 
Abstrakt - Piment
 
 
Literatur:
  • Vermeulen, N. Kräuter Enzyklopädie (S. 76). Nebel Verlag GmbH, Eggolsheim
  • Genaust, H. (2005). Etymologisches Wörterbuch der Botanischen Pflanzennamen. 3. Auflage. Birkhäuser Verlag, Basel, Schweiz
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    Internet:

  • http://www.bauernkate.de/lexikon/piment.htm
  • http://www.weihnachtsseiten.de/brauchtum/piment/home.html
  • http://de.wikipedia.org/wiki/Piment
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    Weiterführende Literatur:

    • Asi, H. (1988): Gewürze als Arzneimittel
    • Dressendörfer, W. (2003): Blüten, Kräuter und Essenzen. – Thorbecke. Ostfildern
    • Glatzl, H. (1968): Die Gewürze. Ihre Wirkungen auf den gesunden und kranken Menschen
    • Richardson, Mervyn [Hrsg.]; Gangolli, Sharat [Hrsg.]. The Dictionary of Substances and their effects. - Royal Society of Chemistry. Cambridge
    • Zeitschrift für Arznei- und Gewürzpflanzen. – Agrimedia. Bergen, Dumme
     

     


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