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Safran

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Name:
Safran
Botanischer Name:
Crocus sativus
Englischer Name:
Saffron
 
Familie:
Schwertliliengewächse (Iridaceae)
Herkunft:
Östlicher Mittelmeerraum und Kleinasien
Hauptanbauländer:
Iran, Spanien, Kaschmir, Griechenland
 
Heilwirkung:
Hilft der Verdauung und gegen Magenschmerzen, Sodbrennen, Blähungen und Verstopfung
Verwendeter Teil der Pflanze:
Die Narbe, sowie die gelben Staubgefäße
 
Inhaltsstoffe:
Ätherisches Öl, Carotinoide
Allgemeine Infos:
 
 
Herkunft des Pflanzennamens:
 
Crócus <Krokus, Safran>: lat. crocus, crocum <Safran> (seit Varro; Prop. 4,1,16; Ov. met. 4,393; Plin. 21,31), <Safranfarbe für kostbare Prunkgewänder von Fürstinnen und reichen Frauen> (Verg. Aen. 9,614), Pl. croci <Staubblätter verschiedener Pfl.> (Plin. 21, 24) < gr. krókos <Safran, Crocus sativus> (seit Hom. II. 14,348; Hesiod. theog. 358; Theophr. usw.), im Mittelmeergebiet und Orient seit ältester Zeit als Zier-, Gewürz- und Heilpfl., besonders aber als Färbemittel geschätzt (Hehn 264-70; Ziegler 4,1497). Das gr. Wort zeigt Übereinstimmung mit den semit. Namen des Safrans: akkad. kurkanu, hebr. karkom, aram. kurkama, arab. kurkum (s. Curcuma), aber nicht unbedingt daraus entlehnt (Frisk 2,23), zumal dem gr. Wort das für das Semit, typische -m- fehlt (das von Walde-Hofm. 1,150 herangezogene gr. kágkamon <ein orient. Baumharz>, lat. cancamum <Gummi des arab. Balsamstrauches>, das formal mit aind. kunkumam <Safran> identisch zu sein scheint, ist nach Frisk 1,750 fernzuhalten). Da aber Gewürz und Farbstoff des Safrans von den Narbenästen der Blüten gewonnen werden, ist eventuell doch an die bereits von Wi. 238 f., A. Seybold 1,318 vorgeschlagene Ableitung von gr. króke <Einschlagfaden, Fadem (zu krékein <das Gewebe festschlagen>) zu denken (Frisk 3,138), wozu auch die bei Plin. 21,24 belegte Bedeutung croci <Staubblätter (in älterer bot. Sprache: Staubfäden)> stimmen würde
(Aus: Genaust, 2005, S. 185)

satívus (Allium, Avena, Camelina, Cannabis, Castanea usw.) <Saat->: lat. sativus <gesät, angepflanzt>, sativa (Plur.) <angebaute Kulturpflanzen> (Plin. 19,185), Ableitung von satus <gesät>) (Part. zu serere <säen>, verwandt mit dt. säen, Saat, Same); durchweg bezogen auf solche Arten, die schon sehr früh in Kultur genommen wurden (darunter auch Camelina, s. Lex. Biol. 5,229)
(Aus: Genaust, 2005, S. 561)
 
Pub Med:
 
Abstrakt - Safran
 

Literatur:

  • Genaust, H. (2005). Etymologisches Wörterbuch der Botanischen Pflanzennamen. 3. Auflage. Birkhäuser Verlag, Basel, Schweiz
Internet:
  • http://www.uni-graz.at/~katzer/germ/Croc_sat.html
  • http://www.miyasa.de/herkunft.phpl
  •  

    Weiterführende Literatur:

    • Asi, H. (1988): Gewürze als Arzneimittel
    • Dressendörfer, W. (2003): Blüten, Kräuter und Essenzen. – Thorbecke. Ostfildern
    • Glatzl, H. (1968): Die Gewürze. Ihre Wirkungen auf den gesunden und kranken Menschen
    • Richardson, Mervyn [Hrsg.]; Gangolli, Sharat [Hrsg.]. The Dictionary of Substances and their effects. - Royal Society of Chemistry. Cambridge
    • Zeitschrift für Arznei- und Gewürzpflanzen. – Agrimedia. Bergen, Dumme
     


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