|
|
Salbei

Bild-Quelle: Meta Queins; Forschungsstelle für Gesundheitserziehung
- Universität zu Köln, 1997 |
- Name:
- Salbei
- Botanischer Name:
- Salvia officinalis
- Englischer Name:
- Sage
-
- Familie:
- Lippenblütler (Lamiaceae)
- Herkunft:
- Der Mittelmeerraum und Kleinasien
- Hauptanbauländer:
- Kleinasien, auf der Krim, Irland, Südskandinavien, Deutschland, USA und
Mittelamerika
- Heilwirkung:
- Hilft bei Kehlkopfkatarrh, Mandelentzündungen,
Mundschleimhaut- und Rachenentzündungen,
Raucherhusten, Gicht, Rheuma, starkem Schwitzen, Wechseljahrsbeschwerden. Außerdem
hemmt es die Milchsekretion
- Verwendeter Teil der Pflanze:
- Blätter
-
- Inhaltsstoffe:
- Ätherisches Öl, Flavonoide, Gerbstoffe, Phenolcarbonsäuren
und Diterpen-Bitterstoffe, Thujon (wirkt in höheren Dosen toxisch!)
- Allgemeine Infos:
- Salbei stand in der Antike für hohes Alter und wurde als Medizin gegen
altersbedingte Gedächtnisschwäche eingesetzt. Heutzutage findet er als
Arznei jedoch nur noch in der Homöopathie Verwendung. Die Einnahme von großen
Mengen Salbeis sollte aufgrund des Inhaltsstoffes Thujon vermieden werden. Am
häufigsten anzutreffen ist der Salbei immer noch als Küchengewürz,
findet aber auch als Zierpflanze Verwendung. Der Name der Gattung leitet sich
vom lateinischen Begriff „salvus“ ab und gibt mit seiner Bedeutung
„wohl, sicher“ einen Hinweis auf die Wirkung des Echten Salbei.
-
- Herkunft des Pflanzennamens:
-
- Sálvia <Salbei>: lat. salvia <Salbei, wohl Garten-S.,
Salvia officinalis> (Plin. 22,147), das wegen der bekannten Verwendung als
Arzneipfl. zu lat. salvus <gesund> gehört (vgl. salubris, salutaris).
- Walde-Hofm. 2,471. – Angesichts der Verbreitung dieser und anderer Salbei-Ar-ten
in S-Europa überrascht die spärliche Erwähnung in der röm.
Literatur.
(Aus: Genaust, 2005, S. 561)
officinális (Althaea, Anchusa, Asparagus, Calendula, Cochlearia
usw.). <offizinell>: es fällt auf, daß dieses heute sehr häufige
Artepitheton vorlinn. zu fehlen scheint und daß selbst der Zusatz officinarum
(s. d.) recht selten ist, z. B. bei Melilotus Officinarum Germaniae, C. Bauhin,
Pinax 331 (= M. officinalis). Tatsächlich handelt es sich um einen sehr jungen
Begriff, der erst zu LINNÉS Zeiten aufkam und z. B. in Frankreich (frz.
officinal) erst bei N. Lémery, Dictionnaire des drogues (1733), auf-tritt
(die Bedeutung von frz. officine <Labor; Apotheke > ist sogar erst 1812
belegt; Dauzat 507).
(Aus: Genaust, 2005, S. 543)
- Pub Med:
-
- Abstrakt
- Salbei
-
- Abstrakt
- Salbei
-
-
- Literatur:
-
- Cheers, G. (Hrsg.). (2003) Botanica (S. 811). Tandem Verlag
- Vermeulen, N. Kräuter Enzyklopädie (S. 258). Nebel Verlag GmbH,
Eggolsheim
-
- Genaust, H. (2005). Etymologisches Wörterbuch der Botanischen Pflanzennamen.
3. Auflage. Birkhäuser Verlag, Basel, Schweiz
Internet:
-
- http://www.gewuerzindustrie.de/gewuerzkunde/Salbei.htm
-
- http://www.uni-graz.at/~katzer/germ/Salv_off.html
-
- http://www.heilkraeuter.de/lexikon/salbei.htm
-
- http://www.sagen.at/doku/hda/salbei.html
Weiterführende Literatur:
- Asi, H. (1988): Gewürze als Arzneimittel
- Dressendörfer, W. (2003): Blüten, Kräuter und Essenzen. –
Thorbecke. Ostfildern
- Glatzl, H. (1968): Die Gewürze. Ihre Wirkungen auf den gesunden und kranken
Menschen
- Richardson, Mervyn [Hrsg.]; Gangolli, Sharat [Hrsg.]. The Dictionary of Substances
and their effects. - Royal Society of Chemistry. Cambridge
- Zeitschrift für Arznei- und Gewürzpflanzen. – Agrimedia. Bergen,
Dumme
... zurück zum
Anfang der Seite
|