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Senfkörner (weiß)

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Name:
Senfkörner (weiß)
Botanischer Name:
Sinapis alba
Englischer Name:
White mustard (seed)
 
Familie:
Kreuzblütler (Brassicaceae)
Herkunft:
Westasien, Mittelmeerraum, Vorderasien, Europa, Indien, Nordamerika
Hauptanbauländer:
Europa, Nord- und Mittelamerika, Ostindien, Japan, Nordafrika. Beste Qualität kommt aus Kanada und Montana/USA. Anbau auch in Ostfriesland und Schleswig- Holstein

Heilwirkung:
Senfkörner geben im Magen Senföl und andere Wirkstoffe ab, wodurch Sodbrennen auf Dauer behoben werden kann
Verwendeter Teil der Pflanze:
Die getrockneten Körner
 
Inhaltsstoffe:
 
Allgemeine Infos:
 
 
Herkunft des Pflanzennamens:
 
Sinápis <Senf>: Name von L., vorlinn. Sinapi (C. Bauhin, Pinax 99; J. Bauhin II 21,851- 58), als Benennung einer Gatt. der Cruciferae; < lat. sinapi, sinape, sinapis <Senf als Spei-sewürze und so zubereitet aus den Samen (grana <«Senfkömer»>) mehrerer Sippen von Kreuzblütlern, wie Sinapis alba, Brassica juncea und B. nigra sowie Eruca sativa> (seit Plaut. Pseud. 817; nach Plin. 19,171 kamen die besten Samen aus Ägypten: semen optumum Aegyptium) <gr. sínapi, sínapy, spätgr. sínapis, sínapys <ds.> (Nik. bei Athen. 9,367 a; Diosk. u. a.), jüngere und volkssprachl. Nebenform von gr. napy <ds.> (seit Aristoph. Equ. 631, dort in der Wendung napy blépein < sauer dreinblicken wie nach dem Genuß von schar-fem Senf>, Hippokr., Theophr.; Ableitung nápeion bei Nik. Alex. 430): Fremdwörter un-bekannter Herkunft, für die wegen der Dubletten gr. sínapy/napy (analog gr. síli/séselis, sari/sísaron) sowie des Plinius-Zitats ägypt. Ursprung vermutet wird (Walde-Hoim. 2,541; Frisk 2,289 und so schon Hehn 211; über vermeintlich anklingende aind. und indon. Be-nennungen s. dort). Als nächstverwandter Name kommt aber lat. napus <Steckrübe> (s. napus) schon deshalb in Betracht, weil der Schwarze wie der Sarepta-Senf der gleichen Gatt. wie Brasscia napus angehören, so daß also primär nach dem Ursprung dieser Arten als nach der aus ihnen bereiteten Würze zu suchen ist.
(Aus: Genaust, 2005, S. 587)

álbus (Abies, Asparagus, Asphodelus, Bryonia, Dictamnus usw.) <weiß>: lat. albus <weiß>; nach Farbe von Krone (Asparagus, Bryonia, Caiceolaria usw.), Rinde (Abies, Salix usw.), Laubblättern (Populus), Früchten (Morus) und anderen Pflanzenteilen. Binäre Anbenennungen schon antik: populus alba < Silber-Pappel > (Hör., Plin.) bzw. vorlinn.: Abies alba <Weiß-Tanne> im Gegensatz zu A. rubra <Rottanne, Fichte>, C. Bauhin, Pinax 505
(Aus: Genaust, 2005, S. 49)


Literatur:

  • Genaust, H. (2005). Etymologisches Wörterbuch der Botanischen Pflanzennamen. 3. Auflage. Birkhäuser Verlag, Basel, Schweiz
Internet:
 
http://www.ernestopauli.ch/Essen/Gew%C3%BCrze/Senf%20-%20schwarz.htm
 
http://www.rezeptmarkt.de/rezepte_gewuerzkunde.php?PHPSESSID=a71106d75aca73fe506d58b99943e130#

http://www.apotheker.or.at/

 

Weiterführende Literatur:

  • Asi, H. (1988): Gewürze als Arzneimittel
  • Dressendörfer, W. (2003): Blüten, Kräuter und Essenzen. – Thorbecke. Ostfildern
  • Glatzl, H. (1968): Die Gewürze. Ihre Wirkungen auf den gesunden und kranken Menschen
  • Richardson, Mervyn [Hrsg.]; Gangolli, Sharat [Hrsg.]. The Dictionary of Substances and their effects. - Royal Society of Chemistry. Cambridge
  • Zeitschrift für Arznei- und Gewürzpflanzen. – Agrimedia. Bergen, Dumme

 

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