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Thymian

XXX
Bild-Quelle: Kremer, Bruno P.; Institut für Biologie und ihre Didaktik; Universität zu Köln; 1995-1997

Name:
Thymian
Botanischer Name:
Thymus vulgaris
Englischer Name:
Thyme
 
Familie:
Lippenblütler (Lamiaceae)
Herkunft:
Südeuropa, Asien
Hauptanbauländer:
Ost- und Südeuropa sowie in Nordafrika und den USA

Heilwirkung:
Wirkt bronchospasmolytisch (in den Bronchien krampflösend), expektorierend (Auswurf aus Trachea und Bronchien herausbefördernd) und antibakteriell
 
Verwendeter Teil der Pflanze:
Die Blätter
Inhaltsstoffe:
Ätherisches Öl (Hauptbestandteil: Phenol Thymol), Flavonoide, Gerbstoffe
Allgemeine Infos:
Traditionell wird diese Pflanze mit Mut, Kraft, Glück und Gesundheit verbunden.
 
Herkunft des Pflanzennamens:
 
Thýmus <Thymian, Quendel>: Name von L., vorlinn. nur bezogen auf den Garten-Thymian (Thymus vulgaris, C. Bauhin, Pinax 219 = Thymum vulgare, J. Bauhin III 28,263) und den Arznei-Thymian (Thymus capitatus, qui Dioscoridis, C. Bauhin, ebd. = Thymum Creticum, sive antiquorum, J. Bauhin ebd. 262), während die übrigen europ. Arten (darunter T. zygis) unter der Benennung Serpillum (s. serpyllum) subsumiert wurden; < lat. thymus, thymum <Arznei-Thymian, T. pulegioides, und Feld-Thymian, Quendel, T. serpyllum, kaum Garten-Thymiam (seit Verg. ed. 5,77; 7,37; georg. 4,112 u. ö., dort nicht als Gartenpfl., sondern als Bienenweide der Magerwiesen und Trockenrasen auch montaner Standorte beschrieben, z. B. thymum de montibus altis, georg. 4,112; den Thymianhonig erwähnen Verg. georg. 4,169 und Plin. 11,39), < gr. thýrmos, thýmon <ds.> (Theophr.; Diosk.), das wegen des stark aromat. Duftes der äther. Öle des Thymians (ähnlich solchen Ölen und Harzen, die in der Antike wie Weihrauch als Räucherwerk verwendet wurden) zunächst zu gr. thýein <rauchen, räuchern; Rauchopfer darbringen> gehört (Frisk 1,693; 3,108). Aus gr. thymíama <Räucherwerk> stammt auch der dt. Name (mhd. thymiame, thimian); eine weitere Ableitung von thýein ist gr. thýia, thýa, thýon <ein aus Afrika stammender Baum mit wohlriechendem Holz und einem Harz, das zu Räucherwerk diente> (s. den Art. Thuja). Eine Ent-lehnung aus ägypt. tham, thm (Pap. Ebers) als Name von Thymus- und Ziziphora-Arten, die zur Leichenwaschung verwendet wurden (Hegi 5,2306 nach Tschirch), braucht nicht angenommen zu werden; falsche Deutung Wi. 800
(Aus: Genaust, 2005, S. 643 f.)

vulgáris (Alchemilla, Aquilegia, Berberis, Calluna, Lysimachia usw.) <gemein, gewöhnlich>: Artepitheton bereits vorlinn. häufig < lat. vulgaris <allgemein bekannt, gewöhnlich> (zu volgus, vulgus <das gemeine Volk>); bezogen auf weitverbreitete Arten, zumeist als bekannteste ihrer Gatt. auch weithin namentlich vertraut (vgl. trivialis).
(Aus: Genaust, 2005, S. 691)


Pub Med:
 
Abstrakt - Thymian
 
Literatur:
  • Cheers, G. (Hrsg.). (2003) Botanica (S. 885). Tandem Verlag
  • Genaust, H. (2005). Etymologisches Wörterbuch der Botanischen Pflanzennamen. 3. Auflage. Birkhäuser Verlag, Basel, Schweiz
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    Weiterführende Literatur:

    • Asi, H. (1988): Gewürze als Arzneimittel
    • Dressendörfer, W. (2003): Blüten, Kräuter und Essenzen. – Thorbecke. Ostfildern
    • Glatzl, H. (1968): Die Gewürze. Ihre Wirkungen auf den gesunden und kranken Menschen
    • Richardson, Mervyn [Hrsg.]; Gangolli, Sharat [Hrsg.]. The Dictionary of Substances and their effects. - Royal Society of Chemistry. Cambridge
    • Zeitschrift für Arznei- und Gewürzpflanzen. – Agrimedia. Bergen, Dumme


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