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Wacholderbeeren
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Bild-Quelle: Kremer, Bruno P.; Institut für Biologie und ihre
Didaktik; Universität zu Köln; 1995-1997

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- Name:
- Wacholderbeeren
- Botanischer Name:
- Juniperus communis
- Englischer Name:
- Juniper
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- Familie:
- Cupressaceae (Zypressengewächse)
- Herkunft:
- Deutschland, Italien, Ungarn und das ehemalige Jugoslawien
- Hauptanbauländer:
- Gemäßigten Breiten Europas und Asiens
- Heilwirkung:
- Wirkt harntreibend, blutreinigend, verdauungsstärkend,
appetitanregend und kann Rheuma bekämpfen
- Verwendeter Teil der Pflanze:
- Beeren
- Inhaltsstoffe:
- Ätherisches Öl, Diterpene, Proanthocyanidine
- Allgemeine Infos:
- Aus dem Öl der Beeren werden Aromastoffe für Spirituosen, wie etwa
Gin gewonnen. Da die Beeren versteckt zwischen den Blättern liegen erfordert
die Ernte sehr viel Zeit und Aufwand. Zahlreiche Arten dienen auch als Heilpflanzen.
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- Herkunft des Pflanzennamens:
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- Juniperus <Wacholder>: lat. iuniperus <Wacholder, J. communis,
J. oxycedrus; Sadebaum, J. sabina> (Varro rust. 1,8,4; Verg. ed. 7,53; 10,76;
Plin. 16,73 ff.), das etymolog. nicht sicher erklärt ist, jedenfalls aber
als altes Kompositum erscheint: die von Walde-Hofm. 1,731 akzeptierte Deutung
als *ioini-perus (zu *ioini- in lat. iuncus < *ioini-kos <Binse>, s.
Juncus, und anord. einir, schwed. en <Wacholder>) steht insofern auf schwachen
Füßen, als sie dabei das 2. Element völlig unberücksichtigt
läßt und eine unnötige Anknüpfung an die Benennung der Binse
vornehmen muß; dass
Wacholderzweige (wie Binsen?) zum Flechten verwendet wurden, wird nirgends überliefert
(nach Plin. 17,174 schnitt man Pfähle aus dem Holz von J. oxycedrus; s. Gärtner
5,1343) und auch durch die ohnehin unsichere Verbindung von gr. arkeuthós
<Wacholder> mit árkys <Netz> (s. Frisk 1,141) nicht gestützt.
Sinnvoller erscheint es, auf das schon von Wi. 481 vorgeschlagene und auf philolog.
Seite von M. Leumann (Glotta 27, 1935, 74) unterstützte Kompositum *iuni-perus
< *iuveni-paros <(zu) früh gebärend, abortierend> zurückzugreifen
(s. Walde-Hofm. 1,870), zu iuvenis <jung> (iuni-or <jünger>,
vgl. iunix <junge, noch nicht trächtige Kuh, Färse>) und parus
<-gebärend> (vgl. primi-parus <erstgebärend>, vivi-parus
<lebende Junge gebärend>, s. vivi-parus), zu parere <gebären>;
die Benennung würde sich dann auf die infolge ihres Gehaltes an giftigen
ätherischen Ölen, vor allem dem Podophyllotoxin, stark abortiv wirkenden
Zweige des Sadebaums beziehen. Die Wirkstoffe von J. sabina wurden mindestens
bis in die frühe Neuzeit als Abortivum genutzt, doch ist auch an eine schädigende
Wirkung auf das weidende Vieh zu denken, die bei Verg. ed. 10,76 (iuniperi gravis
umbra) durchklingt
(Aus: Genaust, 2005, S. 316 f.)
commúnis (Ferula, Juniperus, Lapsana, Ricinus, Tamus): lat. communis
<gemein, gewöhnlich>
(Aus: Genaust, 2005, S. 171)
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- Pub Med:
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- Abstrakt
- Wacholderbeeren
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- Literatur:
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- Vermeulen, N. Kräuter Enzyklopädie (S. 161). Nebel Verlag GmbH,
Eggolsheim
- Cheers, G. (Hrsg.). (2003) Botanica (S. 491). Tandem Verlag
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- Genaust, H. (2005). Etymologisches Wörterbuch der Botanischen Pflanzennamen.
3. Auflage. Birkhäuser Verlag, Basel, Schweiz
Internet:
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- http://www.spice-up.com/gewuerze/wacholder.php
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- http://www.wuerzkraut.de/inhalt/wacholder.htm
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- http://pharm1.pharmazie.uni-greifswald.de/systematik/6_droge/junipe-f.htm
Weiterführende Literatur:
- Asi, H. (1988): Gewürze als Arzneimittel
- Dressendörfer, W. (2003): Blüten, Kräuter und Essenzen. –
Thorbecke. Ostfildern
- Glatzl, H. (1968): Die Gewürze. Ihre Wirkungen auf den gesunden und kranken
Menschen
- Richardson, Mervyn [Hrsg.]; Gangolli, Sharat [Hrsg.]. The Dictionary of Substances
and their effects. - Royal Society of Chemistry. Cambridge
- Zeitschrift für Arznei- und Gewürzpflanzen. – Agrimedia. Bergen,
Dumme
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