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Zimt
- Name:
- Stangenzimt
- Botanischer Name:
- Cinnamomum cassia
- Englischer Name:
- Cinnamon
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- Familie:
- Lauraceae (Lorbeergewächse)
- Herkunft:
- Sri Lanka
- Hauptanbauländer:
- Sri Lanka, Indonesien, China, Vietnam
- und Madagaskar
- Heilwirkung:
- Wirkt kreislaufanregend bei niedrigem Blutdruck, verdauungsfördernd,
antibakteriell und pilztötend.
- Beseitigt Blähungen und Spannungen im Darm und wirkt entzündungshemmend
bei Infektionen des Darms. Lindert Husten und Heiserkeit und ist ein magenstärkendes
Mittel. Eine positive Wirkung hat Zimt vor allem für Diabetiker, die von
der Blutzuckersenkenden Wirkung des Zimtes profitieren.
- Verwendeter Teil der Pflanze:
- Die abgeschälte und getrocknete Rinde dünner Zweige
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- Inhaltsstoffe:
- Ätherisches Öl
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- Herkunft des Pflanzennamens:
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- Cinnámomum <Ceylonzimtbaum, Zimtkassie, Kampferbaums lat.
cinnamomum <Zimt> (Cels. 5,4; Plin. 12,85 f.), cinnamum <ds.> (Plin.
10,97; 12,92 u. ö.), cinnama quassa <zerbröckelte Zimtstangen>
(Ov. met. 15,399) < gr. kinnámomon <Zimt, würzige Rinde des
damals noch unbekannten «Zimtstrauches»> (Herod. 3,110 f.), kinámomon
<ds.> (Dionys. Perieg. 945), kínnamon <ds.> (Theophr. h. pl.
9,5,1 f.; Diosk. 1,12), kínamon <ds.> (Nik. Ther. 947), schon von
Herod. als Fremdwörter unbekannter Herkunft angesehen, da bis zur Kaiserzeit
der Zimt nur in kleinen Rollen («Stangen») von phöniz. Zwischenhändlern
nach Griechenland und Rom eingeführt wurde; daher ist die nächstliegende
Quelle des Wortes phöniz., vgl. hebr. qinnamon <Zimt> (Frisk 1,856);
die Vollform kinnámomon ist offenbar aus kínnamon und dem Namen
der Gewürzpfl. ámomon (s. Amomum) zusammengesetzt (Frisk 3,128). Die
bot. und geograph. Herkunft des Gewürzes blieb den Griechen und Römern
verborgen, so daß SW-Arabien oder die gegenüberliegende Küste
Afrikas (kinnamophóros chora, Herod., Theopr.) als Heimat angenommen wurde;
die Art, die die Zimtrinde lieferte, wurde wie andere Arten mit würziger
Rinde als gr. kassía, kasía (s. Cassia) bezeichnet, worunter jedoch
ganz verschiedene Sippen subsumiert wurden; vgl. Gärtner 5,1535. (...) Angebrachter
wäre es, im Hinblick auf die Gewinnungsweise des Zimtes (etwa l m lange Rindenstücke
werden von den Zweigen des Zimtbaumes ausgeschnitten und abgeschält) an eine
in der Folgezeit umgebildete Ableitung von aind. krnati <verletzt>, utkirna
<ausgeschnitten> (zur idg. Wz. *(s)ker- <schneiden>, vgl. IEW 1,938)
zu denken. – Der deutsche Name Zimt ist über ahd. sinamin, mhd. zinemin,
zinmen, zinment aus dem Lat. entlehnt (Kluge813)
(Aus: Genaust, 2005, S. 157)
cássia <Kassie, Gewürzrinde>: lat. casia, cassia l) <Rosmarin-Seidelbast,
Daphne cneorum, auch cneoron oder thymelaea genannt; wohlriechender, von Bienen
gern besuchter Strauch> (Verg. ed. 2,49; georg. 2,213; 4,30 u. ö.; Plin.),
2) <exotischer Baum mit wohl-riechender, gewürzhafter Rinde, die als Gewürz
importiert wurde> (seit Flaut.; Verg. georg. 2,466; Vulg. psalm. 44(45),9 im
Zusam-menhang mit Myrrhe und Aloe) < gr. kasía, kassía (seit
Sappho, 7. Jh. v. Chr.) meint zunächst Cinnamomum-Arten, vor allem das Gewürz
von C. verum (= kinnámomon <Zimt> bei Herod.), sodann Cassia-Arten
selbst, vor allem das über Alexandria aus Indien eingeführte schwarze,
eßbare Mark der Röhrenkassie C. fistula mit purgierender Wirkung (gr.
kassía mélaina, glykykálamos); bei Diosk. 1,12 wer-den 8
verschiedene Rinden unterschiedlicher Sippen unter den Namen kassía vereint
(Gams 1,1065; Gärtner 5,1535); vgl. noch gr. kasíe sýrigx <Röhrenkassie>
und xylokassía <Kassienholz>. Das gr. Wort wird wegen der lautlich
und semantisch durchaus naheliegenden se-mit. Wörter: assyr. kasia, hebr.
qetsi'ah <zimtartige Rinde> (zu hebr. qatsa <abstreifen>, Onions 150)
zunächst als orient. Lehnwort an-gesehen (Frisk 1,797), sofern diese Wörter
sich ursprünglich auf die Seidelbast-Art beziehen; sollten aber die Namen
von Zimtrinde und Röhrenkassie die älteren sein, so müßte
aufgrund der Herkunft der von ihnen gewonnenen Sippen der Ursprung im indischen
Raum gesucht werden (vgl. Colocasia), kaum jedoch im Chines. (Hofmann, Etym. Wtb.
des Griech. 135).
(Aus: Genaust, 2005, S. 132)
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- Literatur:
- Genaust, H. (2005). Etymologisches Wörterbuch der Botanischen Pflanzennamen.
3. Auflage. Birkhäuser Verlag, Basel, Schweiz
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- Internet:
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Weiterführende Literatur:
- Asi, H. (1988): Gewürze als Arzneimittel
- Dressendörfer, W. (2003): Blüten, Kräuter und Essenzen. –
Thorbecke. Ostfildern
- Glatzl, H. (1968): Die Gewürze. Ihre Wirkungen auf den gesunden und kranken
Menschen
- Richardson, Mervyn [Hrsg.]; Gangolli, Sharat [Hrsg.]. The Dictionary of Substances
and their effects. - Royal Society of Chemistry. Cambridge
- Zeitschrift für Arznei- und Gewürzpflanzen. – Agrimedia. Bergen,
Dumme
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