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Didaktische und methodische Hinweise zum Verlauf
Ab der 0. Minute
Zu Beginn des Seminars soll der Seminarleiter das erste Arbeitsblatt unkommentiert an die Teilnehmer austeilen. Die Besprechung des Arbeitsblattes erfolgt erst am Ende des theoretischen Seminarabschnitts. Ab der 5. Minute
Es folgt eine kurze Einführung des Begriffes Selbstmedikation. Zur Erinnerung: Unter Selbstmedikation versteht man die Eigenbehandlung von Erkrankungen.
Eine entscheidene Fragestellung in dieser Seminareinheit lautet: Kann man als interessierter Laie Heilpflanzen zur Selbst- medikation verwenden und was gibt es dabei zu beachten? Ab der 27. Minute
Ein anderes wichtiges Faktum, daß bei vielen Teilnehmern des Seminars nicht bekannt sein dürfte, ist die große Bandbreite der "Wirkungsstärke" von Heilpflanzen. Häufig wird davon ausgegangen, daß Heilpflanzen nur eine geringe Wirkfähigkeit haben. Dies stimmt auch für einen Teil der Heilpflanzen, den sog. Mite-Heilpflanzen (auch Mite-Phytotherapeutika genannt). Darüber hinaus gibt es aber auch stärker bis sehr stark wirksame Heilpflanzen, die sog. Forte-Phytotherapeutika. Die Forte-Phytotherapeutika besitzen häufig Inhaltsstoffe, die in den Wirkstoffgruppen Alkaloide und herzwirksame Glykoside zusammengefaßt werden. Typische Beispiele solch hochwirksamer Phytotherapeutika sind Digitalis, Opium, Morphin oder Belladonna. Die Seminarteilnehmer sollen wissen, daß auch solch hochwirksame Inhaltsstoffe in Heilpflanzen existieren, allerdings soll nicht weiter auf diese Heilpflanzen eingegangen werden. Weitere Informationen über die hochwirksamen Phytotherapeutika sollten erst gegen Ende des Seminareinheits im Rahmen der Vorstellung hochwirksamer Inhaltsstoffe gegeben werden. Ab der 31. Minute
Eine andere weitverbreitete Meinung ist die Annahme, daß beim Einsatz von Heilpflanzentherapien keine oder kaum Nebenwirkungen auftreten. Da dies nicht immer der Fall ist, sollte in dieser Seminareinheit darauf hingewiesen werden.
Ab der 35. Minute
In diesem Zusammenhang sollte den Seminarteilnehmern klargemacht werden, daß die Wirkung von Heilpflanzen von einem einzigen bis hin zu einer Vielzahl von Wirkstoffen abhängen kann. Interessant ist in diesem Zusammenhang, daß bei stark wirksamen Phytotherapeutika eine isolierte Substanz für die Heilwirkung verantwortlich ist, während bei eher schwach wirksamen Phytotherapeutika ein ganzer Wirkstoffkomplex, bestehend aus vielen verschiedenen Wirkstoffen, in ihrer Gesamtheit für die Heilwirkung verantwortlich ist. Ab der 38. Minute
Im Anschluß an die Darstellung grundlegender Sachverhalte können die verschiedenen Heilwirkungen der Heilpflanzen besprochen werden. Dazu sollten mit einem wasserlöslichen Folienschreiber die verschiedenen Heilwirkungen, die in Zusammenarbeit mit den Seminarteilnehmern herausgearbeitet wurden, auf der vorbereiteten Folie eingetragen werden. Die einzutragenen Heilwirkungen müssen dabei nicht mit den vorgegebenen Lösungen wortwörtlich übereinstimmen (inhaltlich müssen sie selbstverständlich richtig sein). Ab der 46. Minute
Im Anschluß an die theoretischen Abhandlungen über die Wirkung von Heilpflanzen soll der zu Beginn der Seminareinheit ausgefüllte Fragebogen besprochen werden. Hierbei ist es wichtig, daß die Seminarteilnehmer eventuelle Unterschiede in ihren Meinungen über die Verwendung von Heilpflanzen erkennen und die richtigen Lösungen wissen. Ab der 50. Minute
Es folgt der zweite Teil der Seminareinheit. Den Teilnehmern soll kurz das Konzept des zweiten Teils der Seminareinheit vorgestellt werden.
Zur Information: Im Anschluß an das Schwerpunktthema der Kurseinheit soll ein spezieller Krankheitskomplex, z.B. Erkältungskrankheiten, besprochen und Möglichkeiten der Selbstmedikation mit verschiedenen Naturheilverfahren vorgestellt werden. Dazu soll eine Reihe von Pflanzen vorgestellt werden, die zur Behandlung dieser Krankheit verwendet werden können. Diese Pflanzen werden den Seminarteilnehmern in Form von Informationsblättern, die die Monographien über diese Pflanzen enthalten, zusätzlich am Ende der jeweiligen Kurseinheit ausführlich nähergebracht. Die Monographien ergeben im Laufe des Seminars eine Mappe über Heilpflanzen, die, mit wenigen Ausnahmen, zur Selbstmedikation verwendet werden können.
Die didaktische Konzeption sieht vor, daß die verschiedenen Inhaltsstoffe einfach vorgestellt werden, ohne im Einzelnen auf sie einzugehen. Wichtiger ist an dieser Stelle, daß den Teilnehmern vermittelt wird, wie die einzelnen Wirkstoffe entstehen, nämlich aus einfachsten chemischen Verbindungen, die in der Pflanze syntetisiert und zusammengesetzt werden. Die Pflanze ist damit nicht anderes als ein miniaturisiertes Chemiewerk, daß eine Vielzahl von chemischen Verbindungen produziert.
In Anlehnung an das Wirkungsspektrum von Heilpflanzen soll kurz (ohne Monographien und Dias) auf die hochwirksamen Heilpflanzen eingegangen werden. Die dabei bedeutsamen Inhaltsstoffe sind Alkaloide und herzwirksame Glykoside. Es ist darauf hinzuweisen, daß die vorgestellten Heilpflanzen, mit Ausnahme des Weißdorns, nicht zur Selbstmedikation geeignet sind.
Zum Abschluß der Kurseinheit soll auf die Behandlungs- möglichkeiten mit Hilfe dieser hochwirksamer Heilpflanzen eingegangen werden. Auch hier wäre es sinnvoll, verschiedene Pflanzenexemplare durch die Reihen der Teilnehmer gehen zu lassen.
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