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Arzneipflanze des Jahres 2007: Der Hopfen Heilpflanze des Jahres 2007: Das Veilchen

Arzneipflanze des Jahres 2007: Der Hopfen

HopfenDer Würzburger Studienkreis „Entwicklungsgeschichte der Arzneipflanzenkunde“ wählte den Hopfen zur Arzneipflanze des Jahres 2007.

Nicht nur für den würzigen Geschmack und den Schaum im Bier sorgt der Hopfen, vor allem auch als Arzneipflanze für Beruhigungs- und Schlafmittel. Umgangssprachlich wird der Hopfen (wissenschaftlich Humulus lupulus) auch Hupfe, Hop, Hopfenkraut, Hopfenkühn und Hoppen genannt.

Der Hopfen gehört zur Familie der Hanfgewächse und ich ein bis zu 6 Meter großes krautiges Schlinggewächs. Die rechtswindenden Triebe sind mit zahlreichen, kleinen Klimmhaken besetzt. Die gegenständigen, langgestielten Laubblätter besitzen eine rundliche bis eiförmige und tief eingeschnittene 3- bis 7-spaltige Blattspreite, mit herzförmigem Grund. Die grob stachelspitzig gezähnten Lappen sind auf der dunkelgrünen Oberseite rauh von dichtstehenden, angedrückten Borsten besetzt. Die Blattunterseite ist nur auf den Adern behaart und hellgrün gefärbt. Die Blattfläche ist mit kleinen, gelben, sitzenden Drüsen besetzt.
Die bis zu 3 mm langen, fünfzähligen männlichen Blüten stehen in lockeren, rispenartigen, blattachselständigen Trugdolden. Sie besitzen weißlich-grüne, stumpfe Blütenhüllblätter und 5 kurzfädige Staubblätter, die mit den aufrechten Staubbeuteln die Blütenhülle nicht überragen. Die weiblichen Blüten stehen in zapfenartigen, gestielten Blütenständen. Sie stehen zu viert in der Achsel eines vielfach fehlenden Hochblattes. Die Fruchtschuppen verfärben sich von gelbgrün zu gelbbraun und sind am Grund mit gelben Harzdrüsen besetzt. Jede Blüte ist von einem großen, bis 2 cm langen, ovalen Tragblatt umgeben, das den Fruchtknoten umschließt. Dieser entwickelt sich zu einer bis 6 mm langen, hellen Nuss.

Als Sammelgut werden die Fruchtstände verwendet, die von Juli bis August blühen und im August gesammelt werden sollen.

Die Herkunft des Hopfens sind die gemäßigten Zonen Europas und Westasiens. Als Standort gelten Auwälder und Erlenbrüche und wird als weibliche Kulturpflanze im gemäßigten Klima angebaut.

Die Wirkungen des Hopfens sind beruhigend und schlaffördernd. Als Nebenwirkungen sind keine bekannt. Als Anwendungsgebiete gelten Befindungsstörungen wie Unruhe, Angstzustände und Schlafstörungen. Weiterführende Informationen zum Hopfen finden Sie in der Bad Heilbrunner Selbstmedikationsdatenbank.

Quellen:


Heilpflanze des Jahres 2007: Das Veilchen

VeilchenDie Jury des Vereines NHV Theophrastus wählte das Veilchen zur Heilpflanze des Jahres 2007.

Das Veilchen ist zum einem als Frühlingsbote bekannt und zum anderen wegen iher ätherischen Öle für die Parfümherstellung von Bedeutung. Umgangssprachlich wird das Veilchen (wissenschaftlich Viola odorata) auch Duftveilchen, Blauröschen und Blaue Viole genannt.

Das Veilchen wird bis zu 10 cm hoch und besitzt blauviolette Blüten und wurzelständige, herzförmige Blätter. Die Herkunft des Veilchens ist das Mittelmeergebiet und wurde vielfach eingebürgert. Als Standort ist das Veilchen aus Gärten verwildert und wächst in lichtem Laubgehölze, am Bachufer, an Hecken und Waldrändern.

Die Wirkung des Veilchens ist bronchialschleimlösend. Als Nebenwirkungen sind keine bekannt. Zur Anwendung werden Aufgüsse, Absude und Sirupe verwendet. Wobei hier die Anwendung gegen Rheumatismus und Bronchitis die Hauptanwendungsgebiete sind. Weiterführende Informationen zum Veilchen finden Sie in der Bad Heilbrunner Selbstmedikationsdatenbank.

Quellen:

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